Dystopia – Einblicke ins RP

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Vor kurzem eröffnete das post-apokalyptische RP Dystopia auf einer Homestead Sim, erbaut von Mirias und ihren Freunden. Begeistert von der Optik der Sim und der freien und doch anleitenden Backgroundstory, bin ich dort dann auch aufgeschlagen und bereue es bis jetzt kein bisschen.

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Die Mitspieler sind ein bunter Haufen unterschiedlicher Charakter mit viel Talent für stimmiges Rollenspiel. Da gibt es den knorrigen, immer böse drein blickenden Sheriff mit seiner Bein-Prothese, die hilfsbereite und um die Siedlung stets bemühte Laien-Medizinerin (Learning-by-doing *g*), die herzliche Bäuerin und Schneiderin, den gerade dazu gestoßenen Ex-Radiomoderator und den nach Katzen verrückten Barbesitzer und seine verrückten Geschwister. Viele mehr kommen und gehen derzeit. Die Seite der Raider (außerhalb der Siedlung) ist mir selbst noch fremd, daher kann ich darüber nicht berichten. Außer natürlich von gewalttätigen Übergriffen und Diebstählen. Das hört man halt auch auf der Straße oder in der Bar.

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Nun ein paar Worte zu meinem Char und den derzeitigen Ereignissen.

Ich bin Kalista, 22 Jahre, aus dem Süden angereist in die Siedlung. Mein Leben verbrachte ich immer auf der Reise zwischen den mehr oder weniger großen Siedlungen und Städten. Oft sah ich Kriminalität und Epidemien. Meine Wege führten mich stets weiter, sobald ich mich bedroht oder unsicher fühlte. Doch hier habe ich mich nieder gelassen. Shook, der Besitzer der Bar, hat mich eingestellt. Passte gut, weil Tenshi sich nun Vollzeit um den Drugstore kümmert und ihm nicht mehr helfen kann. Ellie kocht uns allen ab und zu was. Sie ist wirklich herzensgut. Doch neben dieser Harmonie gibt es auch viel Ärger. Shooks Geschwister sind anstrengend. Meisten nur für ihn, oft aber auch für alle anderen. Seine Schwester Stella feuert schon mal ne Leuchtpistole in der Bar ab und sein Bruder ist auch nicht ganz dicht. Neben den Stadt internen Problemen gibt es dann noch Raider, die uns in Angst und Schrecken versetzen. So sehr, dass Shook mir nun gezeigt hat wie seine Waffe funktioniert. Eine alte Shotgun. Die hat ganz schönen Rückstoß und ich hab schon nen blauen Fleck an der Hüfte von dem Übungsschießen. Aber es ging schon besser als ich dachte. Ach ja, das Wetter ist extrem unbeständig. Neulich noch war es brütend heiß, dann hat es angefangen zu stürmen und zu regnen. Da muss man sich schon arrangieren. Eimer sind für ein kaputtes Dach, wie das in der Bar, echt super wichtig.

Bin mal gespannt, was es noch alles zu erleben gilt und ob Shook wirklich bald nen Schmetterling auf dem Po hat…

Blog: Dystopia
SLURL: Der Weg ins Rollenspiel

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Keisei – where the winterblossom grows

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Schneebedeckte Hügel umsäumen das kleine asiatische Tal. Quelle der Harmonie, Ort des inneren Einklangs mit sich und der Natur. Herberge Eurer tiefsten Wünsche und Fantasien. Schöpft Kraft, regeneriert Eure müden Knochen, widmet Euch den Dingen, die Euch am Herzen liegen. Dinge, die Euch fern ab des Alltags fröhlich und aufgeregt stimmen und Euch über die Maße erregen.

Neben einigen erotischen Wellnessbehandlungen bietet dieser Ort auch diverse Möglichkeiten zu Bondage und BDSM Spielchen. Es ist also alles erlaubt was Spaß macht und nicht gegen die geltenden TOS verstößt.
Natürlich sind auch Freunde des Nudismus und jeder, der einfach nur Entspannung sucht sehr gern gesehen.

Der Ort beinhaltet weder reines Rollenspiel, noch ist er nur ein schöner Fotospot.
Wir vereinen einen Ort zum Reden, Ausruhen und Kraft tanken mit der Lust am Spiel, egal auf welche Weise.

Wir freuen uns auf Euren Besuch.

Euer Flug nach Keisei

NYC 2035 – The Slaughtered Lamb unter neuer Leitung

Verständnislos schüttelte Kalista ihren blonden Schopf als einer ihrer “Helfer”, die sie auf der Straße aufgelesen hatte und mit Freibier in der Bar bezahlen wollte, doch tatsächlich versuchte mehr raus zu schlagen nachdem er eh schon alle Möbel ins Haus gebracht hatte. Sein fester Griff an ihrem Handgelenk ließ sie kurz zusammen zucken, doch gegen das dünne Hemd würde sie locker ankommen. In den East River Docks zu leben als Frau und dort einen Pub zu besitzen, würde kein Zuckerschlecken werden. Doch sie hatte sich schon immer gern schwierigen Herausforderungen gestellt. So war der erste Sportkurs, den sie als Kind besucht hatte ein Selbstverteidigungskurs gewesen und auch wenn ihre schlanke, zerbrechlich wirkende Statur niemandem direkt zeigte, das sie einen normal großen Mann locker den Arm auskugeln konnte, so hatte sie zumindest den Blick drauf, der sagte “Bis hier hin und nicht weiter!”Snapshot_038

Langsam fuhr nun ihre Hand über die des Mannes, der sie fest hielt und doch tatsächlich gerade bedrohlich nah an ihrem Gesicht war. Sie streichelte seinen Arm, grinste lässig und flüsterte dann in sein ekelig verdrecktes Ohr “Ooops”. Irritiert sah er sie an, bis er merkte, das die Flasche Saft, die sie eben noch in der Hand gehalten hatte über seinem Schritt entleert wurde. Schneller als er denken konnte, sprang sie gespielt angeekelt zurück und sagte lautstark für seine Kumpels gut hörbar “Ihhh, hast Du Dich gerade echt angepisst?” Wütend und gleichzeitig beschämt wollte er auf sie los und nun war sie im Vorteil. Sie trat ihm mit zwei gezielten Tritten in die Magengegend und als er erschrocken und gekrümmt vor Schmerzen zu ihr auf sah, ging sie schmunzelnd in ihre neue Wohnung und rief den anderen Männern zu “Wir sehen uns im Pub Jungs! Danke nochmal.” …

Gestern nun hatte sie endlich offiziell den Laden übernommen, viele Leute getroffen und Katrice, ihres Zeichen plastische Chirurgin und was weiß ich nicht alles, hatte ihr wiedermal die Haare vom Kopf gefressen. Man die Frau hatte viel Geld und dennoch nie Zeit zum Essen. So ein Leben wollte Kalista nicht. Sie war da entspannter. Gut, gestern war sie angespannt gewesen. So viele Menschen in einem so kleinen Pub. Aber ein ihr noch schleierhafter Todesfall schien wohl der Grund gewesen zu sein. Zumindest hatte sie dann später in den Nachrichten über einen Mord im Element Hotel gehört und den Besitzer, Mark Brady, hatte sie ja zuvor kennen gelernt als er eine Runde Tequila spendiert hatte und sie kurz sprachen, bevor die Cops kamen und Kalista selbst wieder vollkommen im Trubel beschäftigt war Kuchen und Alkohol zu servieren.

Irgendjemand steckte ihr, das wohl diverse kriminelle Elemente in ihrem Pub zugegen waren, aber das war ihr egal. Sollten Sie doch hier trinken, solange sie ihre Machenschaften woanders trieben. Sie war sich sicher, dass an den Docks eh viel lief, was man besser nicht offen legte. Aber auch wenn sie nie straffällig geworden war, so hatte sie sich auch nie groß in das Leben anderer eingemischt.

Nachdem alle aufbrachen und auch Hanna Crowne, die Besitzerin von dem Buchladen war das, so hatte sie mal irgendwo gelesen, hinaus gewankt war und Keyko ihr wohl eine Kellnerin vermitteln wollte bald, schloss Kalista nun doch endlich den Pub und schlenderte heim. Das würde noch ein interessantes Leben hier an den Docks werden. Hauptsache es blieb ruhig. Aber so viel Einigkeit wie gestern hatte man selten gesehen. Schon merkwürdig. …

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RP-Ort: NYC 2035

Charakterbogen NYC 2035

Character Name: Kalista Marks

Hauptspieldistrikt: Docks

Kalista ist zu einem Viertel Irin, geboren in New York, Soho zwischen den Kostümen ihrer Mutter (Schauspielerin) und den Anzügen ihres Vaters (Banker). Schon mit 16 zog Sie von zuhause aus, wohnte bei ihrer Großmutter und interessierte sich weder für die Schauspielkunst noch Bankwirtschaft. Ihrem vom Vater geerbten Sinn fürs Geld ist zu verdanken, dass sie nach dem Tod ihrer Großmutter mit cleveren Investitionen das bisschen an Erbe was blieb, vermehren konnte um es in einen Pub zu stecken.

Beruf:
Inhaberin des Pub The Slaughtered Lamb

Char-Skills:
Humor 5
Attraktivität 8
Intelligenz 8
Athletik 9

Char-Schwächen:
Arroganz
fehlende Selbstbeherrschung in Bezug auf Alkohol
Risikofreudig

RP-Zeiten: Mo, Mi, Fr 20:30 Uhr – 23:30 Uhr; Wochentage können variieren, Wochenende ab und an auch tagsüber

 

 

GoT – Von Winterfell nach Mole’s Town

Norden

Die eisige Kälte schlug ihr wie eine unkontrollierbare Faust ins Gesicht, als sie aus der Kutsche stieg, in der sie ein reisender Lord, aus Erbarmen und vermutlich anderen viel schlichteren Bedürfnissen, eingeladen hatte. Sie zog ihren verfledderten Umhang eng um ihren ausgemergelten, aber noch nicht zu dürren Körper und ohne zu zögern schob sie die schwere Holztür des Mole’s Inn auf und trat herein. Zum zögern oder flüchten war es viel zu kalt.

Ohnehin war es nicht ihre Art davon zu laufen. Sie hatte in ihren 20 Jahren schon mehr gesehen als ihr lieb war. Besonders viel gesehen hatte sie allerdings nicht von Westeros, sondern eher von den Wirts- und Hurenhäusern in denen sie ab und an arbeitete, wenn die Ernte des eigenen Ackers mal wieder nicht reichte um ihre alte Mutter und die zwei Geschwister durch zu bringen.

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Unter all dem Dreck, den Narben und ihrer recht derben Schnautze, war Arica eine junge Frau mit schlichtem Gemüt, die es verstand sich neuen Gegebenheiten anzupassen. Dies bewies sie auch noch, während der Wirt des Mole’s Inn sie gegen den heißen Ofen presste. Ohne groß zu klagen über Schmerzen oder Wunden, erduldete sie ihn, denn er war nur einer von vielen und würde nicht der letzte Mann sein.

Kennen lernte sie dann auch noch eine andere dort im Haus, die wohl dachte, dass ihre teuren Kleider vor der Tatsache blendeten, das sie nur eine Dirne und nichts mehr wert war. Den Namen hatte sie schon wieder vergessen, würde sie sicher auch nicht brauchen. Denn wenn die Männer der Nachtwache das Ding in die Finger bekämen, würden sie sie brechen und zerreißen.

Nun sollten Sie also dort ihre Dienste anbieten? Vielleicht sogar anfangs umsonst? Der Wirt täte wohl gut daran wenigstens den Wein, den sie auf den Karen geladen hatten sich bezahlen zu lassen. Das brachte weitaus mehr ein. Bibbernd machten sie sich auf den Weg. Schnee knirschte unter den Sohlen der zerlatschten kaputten Stiefel. Auf ging es zum Castle Black.

((nur Kurzform, da es dort noch weiter geht und ich irgendwie die Tage den Faden verloren habe. mal schauen, wies Mittwoch wird. ich war ja Freitag leider verhindert))

 

 

GoT – Verlust

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Sie waren ausgeritten, hatten endlich wieder miteinander geredet und gelacht. Waren sich so nah wie lange nicht. Teya liebte ihren Sohn mehr als ihre Tochter. Totilas war stets ihr Liebling gewesen, egal wie sehr seine Verfehlungen ins Gewicht geschlagen waren und egal wie oft sein Vater ihn hatte auspeitschen lassen. Sie konnte es kaum ertragen, daran zu denken wie es ohne ihn wäre und bald würde sie aufbrechen müssen, denn Castle Black war wahrlich kein Ort für eine Frau bei all den schändlichen Männern, Vergewaltigern und Dieben, die lieber zur Nachtwache gingen als ihre gerechte Strafe zu erhalten. Also bete sie jeden Tag zu den Sieben in der kleinen Septe des Castle Black, er möge mit ihr heim kehren. Auch wenn das eigentlich unmöglich war.

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Sie kam gerade aus der Septe, als sie auch schon dem Lord Kommandant und dem ersten Grenzer Leon über den Weg lief. Stur und unfreundlich wie immer machte der Lord Kommandant deutlich, dass er ihren Besuch nicht mehr duldete. Sie hätte Ausreden finden können. Aber es machte keinen Sinn mehr. Sie hätte eine Kutsche geordert, aber der Lord Kommandant wollte sie wohl sehr schnell los werden. Er bot an, das sie mit 1-2 Mann Geleitschutz heute noch abfahren würden. Sie willigte ein und ging wütend, aber mit genug Anstand dies nicht zu zeigen in ihr Gemach um zu packen.

Dort fand sie dann auch wenig später ihr Sohn, der wohl schon von ihrer Abreise gehört hatte und versprach sie zu begleiten. Zumindest ein Stück. Sie war froh. So würden sie eine Weile gemeinsam verbringen bevor der Abschied käme für eine lange Zeit. Doch verstand sie nicht, weshalb sie mit ihm zu Pferde reiten sollte und nicht in der Kutsche. Er war schnell wütend, seine Schwester und ihr Gepäck hatten die Kutsche überfüllt. Teya war eine sehr gute Reiterin und als sie darüber nachdachte musste sie einsehen, das es die beste Lösung wäre. Sie würden in einem der nächsten Orte dann ein paar Gepäcktruhen auf einen Karren umladen und sie könnte dann in der Kutsche mitfahren.

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Den eigentlichen Grund dafür erfuhr sie als sie abreisen wollten. Die Kutsche war schon fort, ihre Tochter auf dem Weg. Sie ließ sich in den Sattel helfen und ihr Sohn war bei ihr. Er wollte nicht zurückkehren. Sie war geschockt. Zwischen Sorge und Freude nur ein winziger Moment. Er wollte, dass sie ihm sagt ob sie für oder gegen ihn sei. Welche bedingungslos liebende Mutter konnte sich je gegen ihr Kind stellen? Sie war für ihn. Und so ritten Sie durch einen engen Weg gen Tor zur anderen Seite der Mauer. Noch dachte Teya, sie würden nur den Blicken der anderen Männer entgehen wollen und das hintere Tor ansteuern. Doch ihr Sohn ließ das Tor öffnen, sie ritten hindurch. Sie war immer noch bei ihm, irritiert ja, aber sie ging immer noch davon aus, das er wohl wüsste was er tat.

Sie ritten auf die andere Seite, hinter der Mauer, in den verwunschenden Wald. Teya flehte sie mögen umkehren, doch als ihr Sohn tiefer und tiefer in den wald vor drang, konnte sie nicht anders als zu folgen. Die Angst trieb sie, weiter und weiter. Totilas wartete auf die Wildlinge. Er wollte sie wirklich treffen. Sie war von Angst erfüllt. Ihr Verstand sagte ihr, sie sollte so schnell wie möglich los reiten gen Mauer und lieber den Pfeilhagel der Wachen kassieren, als sich diesen Wilden auszuliefern. Doch ihr Körper, steif vor Angst und Kälte, schaffte es nur noch das Pferd im Zaum zu halten.Snapshot_014

Plötzlich waren Sie umzingelt. Die Männer und Frauen des freien Volkes waren überall. Es gab einige Wortwechsel. Sie flehte um ihr Leben. Hatte Angst um ihren Sohn, mehr noch als um sich selbst. Dann passierte alles so schnell. Sie waren vom Pferd abgestiegen. Ihr Sohn und einer der Männer prügelten sich direkt neben ihr. Sie wich zurück, wagte aber nur wenige Schritte, denn jemand richtet seinen Bogen auf sie. Der Mann mit dem sich ihr Sohn schlug zog ein Schwert hervor, stieß es ihm ohne Rücksicht in den Bauch, ganz bis die Spitze im Rücken wieder heraus ragte. Sie sah seinen leeren Blick. All ihre Angst wich dem bitteren Schmerz des Verlusts in ihrem Herzen. Sie hockte sich neben ihn, streichelte ihn und …

“Angriff!”

Pfeile flogen aus Richtung der Mauer. Sie duckte sich über ihren Sohn. Gerade noch sollte sie in das Lager verschleppt werden, nun sah sie in ihr bekannte Gesichter der Männer der Nachtwache. Sie wurde gerettet, aber ihr Sohn war tot. Tot, weil er tatsächlich geglaubt hatte, die Wildlinge würden ihn ziehen lassen, nur weil er ihnen Informationen geben wollte. Er, der Deserteur. Ihm sollten sie trauen? Nur weil er seine Mutter in Gefahr brachte? Nein, sie hatten ihn getötet und nun brachte Sie der Lord Kommandant zurück auf die andere Seite mit seinem leblosen Körper in seinen Armen. Snapshot_018

Und so fragte er sie wütend wie das geschehen konnte. Wie konnten sie in den Wald geraten, wo sie doch abreisen sollte. Sie war fassungslos, starrte auf den Leichnam ihres Sohnes. Wollte am Liebsten schlafen vor lauter Erschöpfung. Doch ermahnte sie sich dazu, das sie ihren Sohn schützen würde, auch im Tod. Sie erfand ein paar Worte über einen Beweis seiner Tauglichkeit, den Totilas erbringen wollte. Der Lord Kommandant, sichtlich von Unbehagen gezeichnet, versprach  ihr eine Ehrengarde gen Hohenehr. So könnte sie ihren Sohn dort zu Grabe tragen.

Nun kehrte er doch noch Heim. Der verloren geglaubte Sohn. Nun war die Nachtwache für ihn vorbei.

 

GoT- Nicht willkommen

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Es war unbeschreiblich kalt auf Castle Black. So kalt, das Teya sich mehr am Liebsten in dem Bett mit sämtlichen Gewändern, die sie auf die Reise mitgenommen hatte, verschanzen wollte. Eine halbe Stunde, vielleicht auch eine ganze, stand sie nachdem sie mit ihren alten, aber flinken Füßen vom Bett zum Kamin geflüchtet war vor diesem und sog die angenehme Hitze in sich auf. Nach einer Weile doch, zog sie sich das schwarze Gewand der Trauer über, zurrte ihre Stiefel fest und warf sich den dicken Fellmantel über, den ihr Mann ihr damals geschenkt hatte. So trat sie hinaus in die Kälte und schaute sich besorgt um. Keine Spur von Totilas. Sicher war er auf der Mauer oder musste anderen wichtigen Dienst tuen. Auch wenn Sie es niemals gedacht hätte, sie war stolz auf ihn.

Auf ihrem Spaziergang durch den Hof des Castle traf sie auf den Lord Kommandant und einen Mann der Nachtwache. Sie unterhielten sich nur kurz, denn dem Lord Kommandant gefiel es ganz und gar nicht, das sie sich hier aufhielt und als er von der baldigen Ankunft ihrer Tochter hörte, wurde er richtiggehend wütend, hielt sich aber aufgrund ihres Standes soweit er konnte zurück. Innerlich belächelte Teya dieses Gehabe von dem Lord Kommandant, zumindest was sie betraf. Eine alte Frau, ganze 40 Jahre alt, wollte doch kein Mann mehr schänden. Um ihre junge Tochter machte sie sich da mehr Sorgen.

Und kaum dachte sie an Emilia, schon sah sie eben diese im Arm ihres Bruders auf sich zu kommen. Die Begrüssung war äußerst herzlich und auch ihr Sohn Totilas schien nicht mehr so wütend auf sie. Sie herzte ihn und hätte ihn wohl nicht mehr los gelassen, wenn der Lord Kommandant nicht dazu gestossen wäre. Er stellte ihren Sohn frei um auf die Frauen Acht zu geben. Totilas schien nicht wirklich erfreut. Teya konnte das nicht verstehen. Die Familie ging doch immer über allem.

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Als nun ihr Sohn Totilas und sein Kamerad Caden begannen Emilias Gepäck in das Quartier von Teya zu bringen, beschlossen die Frauen sich in der großen Halle aufzuwärmen. Dort angekommen kümmerte sich Teya zum Erstaunen ihrer Tochter selbst um etwas zu Trinken, Brot und Käse. Die beiden Frauen sprach über vieles und so kam auch der Tod des Vaters zur Sprache. Teya erzählte, sie glaube nicht an den Freitod des Mannes, der so viele Jahre mit Liebe und Härte die Familie zusammen gehalten hatte. Ihre Tochter Emilia war da anderer Meinung, doch bevor es zu einem handfesten Streit kommen konnte, beruhigten sich die Gemüter und sie brachte ihre Tochter bald zu ihrem Quartier, damit Emilia sich von der langen Reise erholen konnte.Snapshot_009

Im Hof traf Teya auf ihren Sohn. Er wurde trotz Freistellung zum Öffnen des Durchgangs in der Mauer abgestellt und schien nicht sonderlich erfreut als er sie später in ihrem Zimmer aufsuchte. Er erzählte von der vermutlichen Sichtung von Wildlingen, beruhigte sie aber, das dies nicht ungewöhnlich war. Sie sprachen nicht mehr viel, näherten sich aber wieder an. Er hatte ihr die Worte bei ihrer Ankunft verziehen und sie konnte nicht anders als ihn von Herzen zu lieben, wie es eine Mutter nun einmal tat. Sie legten sich schlafen in das Bett, in dem schon Emilia lag und eng umschlungen wärmten sie einander gegen die Kälte. Totilas würde sie beschützen und alles dafür geben. Da war Teya sich sicher.

 

GoT – Ankunft auf Castle Black

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Es war schon seit einigen Stunden bitter kalt in der Kutsche. Die Temperaturen hatten nach verlassen von grünem Tal recht schnell  abgenommen und erreichten nun ihren Tiefstpunkt. Ihr Blick aus dem Fenster verriet ihr, das sie wohl bald da waren und so packte sie ihre Tasche und gab sie dem Mitreisenden Diener. Lady Teya Arryn liess ihn vor ihr aussteigen und den Kutscher anweisen, dass sie im Mole’s Inn einkehren sollten und dort warten, bis sie hier getan hatte, was nötig war. Einen Moment noch saß sie in dem dunklen Gefährt, an dessen Seiten unverkennbar die Banner vom Haus Arryn im Wind flatterten. Sie drehte den schweren Siegelring an ihrem Daumen, der einst ihrem Mann gehört hatte und ihr viel zu groß war. Nun war es an der Zeit und sie straffte die Schultern, hob das Kinn und trat hinaus in die Kälte. Ihr Blick hob sich und sie erspähte direkt über dem Tor eine Gestalt. Ihre Augen waren trotz des Alters immer noch verflucht scharf und so grüßte sie ihren Sohn Totilas und bat ihn um Einlass.

Hinter dem Tor fiel man sich kurz in die Arme, wurde aber durch den anwesenden Lord Kommandant der Nachtwache abgelenkt. Natürlich nahm sie die Einladung auf einen Gewürzwein und ein wärmendes Feuer gerne an und so fand man sich bald in der Halle wieder, wo sie sich auf einer der Sitzbänke nieder liess. Der Lord Kommandant fragte nach der Anreise und sie erzählte von guten Wegen und nur wenig Unannehmlichkeiten. Er fragte nicht, weshalb sie dort war, wo es nicht üblich war, Frauen willkommen zu heißen, nahm es nur zur Kenntnis. Sie war aber kein Freund von derlei Gerede über das Wetter oder dergleichen und so erzählte sie ohne Umschweife, was sie an die Mauer brachte. Lord Elras Arryn, ihr Mann, Vater ihres Sohnes und seiner Zwillingsschwester, war tot. Sie übergab den Siegelring an ihren Sohn und kämpfte mit der Fassung.

Der Lord Kommandant merkte schnell, das dies eine familiäre Angelegenheit war und befand, es wäre besser sich einen Moment zurück zu ziehen. Totilas hingegen schien sehr mitgenommen, besonders als sie nun von einem Abschiedsbrief und vermeintlichem Freitod sprach. Sie war traurig, aber es war nicht ihre Art, länger als für einen Moment ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Bedauerlicherweise führte diese emotionale Gratwanderung zu einem kleinen Streit zwischen ihr und ihrem Sohn über die Nachtwache und das Erbe des geliebten, aber brutalen Vaters. Das ihre Tochter Emilia sie nicht begleitete tat das übrige und verhärtete die Fronten zwischen Mutter und Sohn.

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Teya war erschöpft und dann noch all dieser Ärger mit ihrem Sohn. Sie standen sich doch so nah und sie vermisste ihn einfach. Er brachte sie in einem der Gästezimmer unter, schürte das Feuer ein und half ihr aus den Stiefeln. Sie ließ ihn ziehen, er hatte sicher noch Dienst an der Mauer und sie selbst benötigte nach der langen Reise dringend etwas Schlaf. Der neue Tag würde vielleicht eine Versöhnung bringen, so hoffte sie zumindest.