GoT- Nicht willkommen

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Es war unbeschreiblich kalt auf Castle Black. So kalt, das Teya sich mehr am Liebsten in dem Bett mit sämtlichen Gewändern, die sie auf die Reise mitgenommen hatte, verschanzen wollte. Eine halbe Stunde, vielleicht auch eine ganze, stand sie nachdem sie mit ihren alten, aber flinken Füßen vom Bett zum Kamin geflüchtet war vor diesem und sog die angenehme Hitze in sich auf. Nach einer Weile doch, zog sie sich das schwarze Gewand der Trauer über, zurrte ihre Stiefel fest und warf sich den dicken Fellmantel über, den ihr Mann ihr damals geschenkt hatte. So trat sie hinaus in die Kälte und schaute sich besorgt um. Keine Spur von Totilas. Sicher war er auf der Mauer oder musste anderen wichtigen Dienst tuen. Auch wenn Sie es niemals gedacht hätte, sie war stolz auf ihn.

Auf ihrem Spaziergang durch den Hof des Castle traf sie auf den Lord Kommandant und einen Mann der Nachtwache. Sie unterhielten sich nur kurz, denn dem Lord Kommandant gefiel es ganz und gar nicht, das sie sich hier aufhielt und als er von der baldigen Ankunft ihrer Tochter hörte, wurde er richtiggehend wütend, hielt sich aber aufgrund ihres Standes soweit er konnte zurück. Innerlich belächelte Teya dieses Gehabe von dem Lord Kommandant, zumindest was sie betraf. Eine alte Frau, ganze 40 Jahre alt, wollte doch kein Mann mehr schänden. Um ihre junge Tochter machte sie sich da mehr Sorgen.

Und kaum dachte sie an Emilia, schon sah sie eben diese im Arm ihres Bruders auf sich zu kommen. Die Begrüssung war äußerst herzlich und auch ihr Sohn Totilas schien nicht mehr so wütend auf sie. Sie herzte ihn und hätte ihn wohl nicht mehr los gelassen, wenn der Lord Kommandant nicht dazu gestossen wäre. Er stellte ihren Sohn frei um auf die Frauen Acht zu geben. Totilas schien nicht wirklich erfreut. Teya konnte das nicht verstehen. Die Familie ging doch immer über allem.

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Als nun ihr Sohn Totilas und sein Kamerad Caden begannen Emilias Gepäck in das Quartier von Teya zu bringen, beschlossen die Frauen sich in der großen Halle aufzuwärmen. Dort angekommen kümmerte sich Teya zum Erstaunen ihrer Tochter selbst um etwas zu Trinken, Brot und Käse. Die beiden Frauen sprach über vieles und so kam auch der Tod des Vaters zur Sprache. Teya erzählte, sie glaube nicht an den Freitod des Mannes, der so viele Jahre mit Liebe und Härte die Familie zusammen gehalten hatte. Ihre Tochter Emilia war da anderer Meinung, doch bevor es zu einem handfesten Streit kommen konnte, beruhigten sich die Gemüter und sie brachte ihre Tochter bald zu ihrem Quartier, damit Emilia sich von der langen Reise erholen konnte.Snapshot_009

Im Hof traf Teya auf ihren Sohn. Er wurde trotz Freistellung zum Öffnen des Durchgangs in der Mauer abgestellt und schien nicht sonderlich erfreut als er sie später in ihrem Zimmer aufsuchte. Er erzählte von der vermutlichen Sichtung von Wildlingen, beruhigte sie aber, das dies nicht ungewöhnlich war. Sie sprachen nicht mehr viel, näherten sich aber wieder an. Er hatte ihr die Worte bei ihrer Ankunft verziehen und sie konnte nicht anders als ihn von Herzen zu lieben, wie es eine Mutter nun einmal tat. Sie legten sich schlafen in das Bett, in dem schon Emilia lag und eng umschlungen wärmten sie einander gegen die Kälte. Totilas würde sie beschützen und alles dafür geben. Da war Teya sich sicher.

 

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