Relumbra de Mar – Verzweiflung

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Früh war Eva aus dem Haus gegangen, hatte ihre Arbeit getan und war dann im Ort spazieren gegangen. Sebastiano war sie dabei nicht begegnet, was ihr dann doch sehr recht war. Eine kleine Nachricht an Alex und schon war diese bereit sich mit Eva zu treffen. Also beendete Eva den Spaziergang und betrat das Haus, wo Alex wohnte. Sie ging durch in ihr Zimmer und als Alex dann aus dem Bad zu ihr kam, erzählte sie ihr was Sebastiano getan hatte oder viel mehr, womit er gedroht hatte.

Alex bot sofort an, das Eva dort schlafen könne, doch Eva war zwar dankbar, doch innerlich wusste sie, das Sebastiano jeglichem Widerstand ihrerseits sicher mit einer neuen Bösartigkeit entgegen treten würde. Sie hatte sich während er sie so abschätzig behandelt anfangs sogar noch wohl gefühlt, es für ein Spiel gehalten und es richtig genossen, das er nicht nur liebevoll sein konnte. Nun machte sie sich die größten Vorwürfe, das sie Schuld daran war, das er ihr gedroht hatte. Sie hätte sich halt nicht so auf ihn einlassen sollen und die Distanz zwischen Angestellter und Chef wahren müssen. Alles ihre Schuld. Vieles, was sie dachte, verschwieg sie. Alex würde das nicht verstehen, sie hatte ihn nicht so erlebt. Doch Eva schon.Snapshot_025

Im Hotel trafen sie dann auf José, mit dem Eva sprechen wollte. Sie schien wohl vermutet zu haben, das er ihr helfen könne oder viel mehr ihr nun erzählen würde, Sebastiano wäre ein herzensguter Mensch mit einem Problem, was seine Sexualität angeht. Doch José konnte gar nicht helfen. Er erzählte Dinge davon, das Sebastiano immer ein Arsch war und seine Freundin windelweich geprügelt hatte. Irgendwas von einem untergeschobenen Kind erzählte er auch, aber das interessierte Eva alles nicht. José log sicher nur, weil er dann besser da stand, wo sein Bruder mal einen Ausraster gehabt hatte. Sie konnte ihm einfach nicht trauen. Klar, Alex war für sie da, aber auch sie verstand nicht, das Eva nicht einfach kündigte. Doch Eva mochte das Hotel und eine Wohnung konnte sie sich in Relumbra auch nicht leisten. Irgendwo in ihrem Kopf war diese romantisierte Vorstellung von ihr und Sebastiano. Sie hatte sich längst in eine Wunschvorstellung geflüchtet…

Irgendwann, als Alex und José sich kurz angifteten, ergriff sie die Flucht. Sie war überfordert mit all dem und ging nach Hause. In ihrem Zimmer schloss sie sich ein, stellte einen Stuhl vor die Tür und lag noch stundenlang wach. Erst als im Morgengrauen immer noch das ganze Haus ruhig da lag, schlief sie endlich ein.

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