Relumbra de Mar – Ablenkung

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Im Licht der Abendsonne saß Eva am Pool und genoss das noch warme Wetter. Sie schwamm ab und an ein paar kurze Bahnen und belastete so ihr Bein immer mehr Tag für Tag. Es sah so aus, als hätte sie die Bänderdehnung überstanden und schon bald würde sie wieder tanzen können. Zu ihr an den Pool kam dieser Möchtegern-Torrerro, der von seiner Erscheinung her schon ein paar Jahre mehr auf dem Rücken trug und Eva überlegte, ob der Stierkampf vielleicht sein selbstgewähltes Ende sein sollte oder ob er lebensmüde war ohne jahrelanges Training derartiges leisten zu wollen. Natürlich sprach sie es nicht an, das war nicht ihre Art Gästen gegenüber.

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Dieser Amerikaner, Raven hiess er wohl, kam auf die Terasse und Eva bot an etwas zu trinken zu machen. Gern wollte er ihren Cocktail probieren, fragte diesmal sogar selbst nach ihrer Nummer und Eva hielt Wort und gab sie ihm. Ein wenig in die Flirterei vertieft, bemerkte sie zu spät das José, Sebastianos Halbbruder auftauchte und sich auch einen Cocktail servieren liess. Natürlich wollte er mit ihr reden und Eva willigte ein, weil sie neugierig war auf die andere Seite. Schnell ging sie sich umziehen und beide spazierten zum Café weiter oben in der Stadt.

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Im Café versuchte José Eva von seiner Geschichte zu dem Streit zwischen ihm und Sebastiano zu überzeugen und Eva wäre beinah darauf rein gefallen, denn seine Worte waren plausibel, nicht überzogen. Er wirkte aufrichtig, was sie kurz schwanken liess, doch sie wusste, er würde keine Chance aus lassen, sich an eine Frau ran zu machen und das gab er sogar zu. Sie zahlte für Beide, so stand sie nicht in seiner Schuld und stand auf. Sein Anblick war schon reizvoll, also legte sie ihre Hände auf seine Schultern, küsste ihn zum Abschied auf die Wange und ging dann. Sie hatte sich zusammen gerissen und ihn weder geohrfeigt noch ihn angesprungen, aber sie war innerlich am Kochen.Snapshot_004

Zuhause angekommen, ging sie ohne nachzudenken zu Sebastiano und überfiel ihn mit einem leidenschaftlichen Kuss, den er ,wenn auch sehr überrascht, gern erwiderte. Wild und innig küssten sie sich und Eva öffnete sein Hemd und streichelte über seine Brust, doch langsam wurde sie wieder klarer, reduzierte die stürmischen Küsse und verabschiedete sich von ihrem Chef. Im Bett lag sie dann wach und wälzte sich hin und her, doch Ruhe wollte einfach nicht einkehren. Ihr fehlte jemand zum anlehnen. Und weil sie Alex wohl schlecht mitten in der Nacht hätte anrufen können, zumal sie sich zwar nah, aber noch nicht so nah standen, ging sie zu Sebastiano, der scheinbar noch wach war. Erst wollte sie bei ihm schlafen, dann doch nicht. Also ging sie in die Küche und trank zwei Schnäpse, weil keine Milch da war. Dann wanderte sie unten durchs Haus, dann oben in ihrem Zimmer.

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Sebastiano hatte das wohl mitbekommen und stand auf einmal in ihrer Tür. Sie musste sich für einen Moment extrem zusammen reißen, denn der Anblick verschlug ihr die Sprache. Er machte sich wohl Sorgen um sie und sie erzählte, das ihr stürmischer Überfall ihr Leid tat und das sie sich in Zukunft zusammen reißen wollte. Schließlich war er immer noch ihr Chef.Snapshot_007

Sebastiano setzte sich zu ihr aufs Bett und erklärte, das sie sich nicht sorgen müsse und er ja schließlich selbst nichts gestoppt hatte. Eva bat ihn bei ihr zu schlafen und genau das tat er dann auch. Eva legte sich hin, er umarmte sie und endlich konnte sie schlafen und zur Ruhe kommen.  Sie hoffte einfach nie in einem schwachen Moment auf José zu treffen, denn sie war durchaus von diesem Frauenheld angetan. Dennoch war ihr Sebastiano sehr nah und das machte sie unglaublich glücklich. 



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