Relumbra de Mar – so nah

Snapshot_008

Sebastiano hatte vorgeschlagen an den Strand zu gehen und sie hatte schnell ihren Bikini gegriffen und schon waren sie auf dem Weg. Dort angekommen genossen sie die frische, aber angenehme Luft und Sebastiano bot an sie einzucremen. Natürlich sagte sie da nicht nein und während er sich geschickt ans Werk machte sprachen sie über die Weinbestellung und diverse andere Dinge das Hotel betreffend. Ein wenig genoss Eva das Eincremen schon und als Sebastiano nun ihre Waden ebenfalls eincremte musste sie schmunzeln, denn er schien vollkommen abgelenkt.

Snapshot_009

Bald war er fertig und sie liess ihn frech auch ihre Vorderseite eincremen. Natürlich nicht ihre Brüste. Das erledigte sie dann doch lieber selbst, auch wenn sie einen Moment lang den Gedanken hatte, wie es sich wohl anfühlen würde, diese zärtlichen Hände auch dort zu spüren. Aber nun war er an der Reihe, sie liess ihre Hände langsam über Schultern und Rücken gleiten und als er sich auf setzte um sich die Arme einzucremen liess sie es sich nicht nehmen und half ihm bei seinem muskulösen Oberkörper. Sie sprachen über Sport und das Kochen und wie Eva da so an ihn gelehnt saß, spürte sie ein Gefühl, das ihr lange nicht mehr vertraut gewesen war. Sie legte  wie automatisch ihre Lippen auf seine Schulter und küsste diese. Ihr Kopf angelehnt an seinen Rücken, ihre Hände, die über seine Brust und seinen Rücken streichelten. Es war so ein zärtlicher intimer Moment, den man mit seinem Chef sicher nicht haben sollte. Doch als sie sich nun auch noch küssten, ganz sanft und liebevoll, da schlug ihr Herz bis zum Hals und sie vergass jegliches Gefühl für richtig oder falsch.

Snapshot_011Gut, das sie sich bald auf den Heimweg machten und zuhause angekommen beide die Sprache wiedergefunden hatten. Sie aßen noch etwas und gingen dann nach oben. Vor den Schlafzimmertüren standen sie nun, schauten einander an und lächelten. Sie küssten sich zur Gute Nacht und verschwanden in den eigenen Zimmern. Auf ihrem Bett liegend dachte Eva noch eine Weile nach und kam zu dem Entschluss, das sie dieses Gefühl nicht kannte, aber wieder spüren wollte, wie es in ihren Bauch so sehr gekribbelt hatte, das ihr beinah der Atem stockte.

Rückblende

Eva hatte in der Zeit als Tänzerin viel Kontakt zu Touristen in Madrid. Einer wird ihr immer in Erinnerung bleiben. Ein Österreicher namens Sascha, der mit seinen feuerroten Haaren immer heraus stach. Er kam eine Woche lang jeden Abend in den Club in dem sie nach der Arbeit in der Revue feierte und spendierte ihr immer einen Tequila Sunrise, weil er einmal gehört hatte, das sie diesen gerne trinkt. Sie unterhielten sich und kamen sich näher und näher.

Snapshot_012

Eines Abends küssten sie sich und er nahm sie mit in sein Hotelzimmer. Sie ging wohl davon aus, das mehr daraus werden könnte, doch Touristen zeigen im Urlaub nun mal nicht ihr wahres Gesicht. Er nutzte sie nur aus als eine Freundin auf Zeit und alles was er versprach brach er kurz darauf wieder mit einem Lächeln. Sie ging für ihn  durch die Hölle und er dankte es ihr mit höhnischem lachen und nannte sie naiv und billig. Beinah verlor sie ihren Job wegen ihm, weil er sie nicht zur Arbeit gehen lassen wollte. Sie nicht teilen wollte.

Snapshot_013

Eines Tages kam es zu einem großen Streit und er schlug ihr ins Gesicht. Der Punkt an dem sie endlich begriff, das sie sich nicht an einen so gestörten Mann binden wollte. Sie nahm ihre paar Sachen und ging. Doch er verfolgte sie, liess sie nicht in Ruhe. Erst als man ihr erzählte er wäre endlich abgereist, konnte sie aufatmen und entschied dennoch nach ihren letzten Engagement die Stadt zu verlassen. Das Land wäre für sie eindeutig die bessere Wahl.

 

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s