Relumbra de Mar – Versteckte Neigungen oder schwache Momente?

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Auf dem Bett liegend dachte Sie endlich nach und kam zu dem Schluss, das sie ja nichts wirklich schlimmes gesagt oder getan hatte. Nur dieses Kribbeln im Bauch irritierte sie total.

Früh am Abend betrat Eva die Praxis in der Alex als Arzthelferin arbeitete. Leider gab es in Relumbra de Mar keinen Arzt, daher war dies noch die beste Möglichkeit sich untersuchen zu lassen. Sie erzählte Alex im Behandlungszimmer über die Schmerzen im Bein und nach vorsichtigem Abtasten und bewegen der Gelenke kam sie zu dem Schluss, das es sich um eine Bänderdehnung handeln würde. Alex war sehr fürsorglich und Eva fühlte sich bei ihr trotz fehlendem Doktortitel sehr gut aufgehoben. Snapshot_001

Irgendwie war da aber etwas, das verstand Eva selbst nicht, denn diese quirlige kleine Person gefiel ihr. Man sprach noch etwas über Madrid und beschloss irgendwann, wenn es Eva besser ginge mal aus zu gehen um in den Clubs ab zu feiern. Ja, genau das brauchte Eva wohl, denn in letzter Zeit hatte sie sich zu sehr auf Normalität versteift, was auch gut war, aber…ab und an mal davon ausbrechen. Ja, das brauchte sie.

Alex gab ihr noch Tropfen gegen die Schmerzen und Eisspray mit und den ‘ärztlichen’ Rat, ihr Bein die nächste Zeit zu schonen. Man sprach noch über das Hotel und Sebastiano und dann verabschiedete sich Eva mit einer liebevollen Umarmung bei Alex, die wohl etwas perplex da stand auf einmal. Eva, selbst etwas verunsichert ging dann und hatte vor lauter Verwirrung irgendwie sogar ihre Schuhe vergessen, was nicht all zuviel aus machte, musste sie ja eh in nächster Zeit auf flache Schuhe umsteigen.

Zuhause erzählte sie Sebastiano von dem Befund und er war sehr verständnisvoll und würde sie nicht all zu sehr mit der Arbeit überfordern in der Zeit, die es zur Heilung brauchte. Er machte beiden ein paar Caipis und erzählte von seinem Tag im Hotel, über einen deutschen Torero, eine Russin und eine Repräsentantin des Weingut Muga. Der Caipi stieg Eva ordentlich zu Kopf und während sie Alex noch wegen der Schuhe per SMS am nächsten Tag ins Hotel bat und sich irgendwie darauf freute, sah sie Sebastiano immer wieder in einem doch sehr deutlichen Licht und hatte Spass daran ihn wegen der Sache mit Juliette neulich auf zu ziehen. Doch er wurde nur grummig und wollte ins Bett. Sie ging dann ebenfalls nach oben bepackt mit der Medizin und als das Eisspray ihr herunter fiel, bestand Sebastiano darauf es ihr ins Zimmer zu bringen.

Sie würde es auf den Alkohol schieben, dachte sie später. Aber als er ging und eine gute Nacht wünschte, hielt sie ihn kurz auf und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Ganz unschuldig. Nachgedacht hatte sie nicht wirklich. Denken war heute wohl eh nicht ihre Stärke.

Nachdem sie direkt die Tür verschlossen und somit sein Grinsen ausgesperrt hatte, liess sie sich aufs Bett fallen. Irgendwie drehte sich nun alles. Sie war doch immer so anständig, gut nicht immer, aber das nun würde sie als Katholikin wohl einige Vater unser kosten. Andererseits. Es war ja nichts schlimmes geschehen, nur ihre Gedanken spielten ihr Streiche. Ein Flirt hier und da dürfte schon nicht schaden. Oder?

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