Argentum: Vieles ist geschehen

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Es war also geschehen. Aliya wurde bestraft. 11 Hieben mit der Schlange durch den starken Arm des Slavers. Lycia sah tapfer hin, fühlte mit ihr und hielt kurz den Atem an, als der letzte Schlag, wie von ihrem Gefährten gefordert, mit aller Kraft ausgeführt wurde. Sie hatte kein Mitleid mit Aliya. Die Strafe hatte sie verdient. Aber sie war stolz auf ihr Mädchen, denn ihre Kajira hatte sich so zäh gegeben und hatte selbst in ihrem größten Leid noch gekämpft. Sogar Quintus schien das gesehen zu haben, denn auf dem Rückweg zur Villa stützte er sie, was Lycia schmunzeln liess. Natürlich war damit nicht alles vergessen. Aber es war der rechte Weg eingeschlagen worden.

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Zuhause hatten sie in der Nähe von Aliya geschlafen. In Quintus Armen fühlte sie sich eh am Wohlsten, egal wo sie lagen. Lycia hatte nachts einmal nach Aliya gesehen und Livia angewiesen, das Aliya, wenn sie die nächsten Tage sich gut verhalten würde, ihre Tunika zurück bekommen dürfte. Und vielleicht würde an auch nach Ablauf der Hand die Kette wieder abnehmen und die Einschränkungen etwas lockern, damit sie wieder mehr im Haus helfen konnte. Snapshot_024

Den Tag darauf saß Lycia viel im Arbeitszimmer, studierte Schriftrollen und als ihre Schülerin dann da war, samt ihrem Herrn Benendicus, brachte sie dieser einiges bei. Doch sie merkte selbst, sie sprach etwas wirr, war unruhig und verabschiedete sich schneller als sie musste. Sie legte sich früh schlafen und noch in der Nacht begann es ihr sehr schlecht zu ergehen. Sie war immer noch nicht diese Anspannung der letzten Tage los und so bat sie Quintus allein zur Gefährtschaftsfeier von Lucius und Aurora zu gehen. Snapshot_026

Livia hingegen durfte ihren Herrn begleiten und himmelte ihn weitaus mehr an als das Paar vor ihm. Sie hing an ihm wie eine Klette und jede noch so winzige Berührung erfreute sie über alle Maßen. Doch er schickte sie bald fort und sie ging Heim.Snapshot_028

In der Villa traf sie dann auf Aliya. Erst erzählte man einander von den Geschehnissen und auch wenn Livia wütend hoch zehn war, konnte sie Aliya doch vergeben. Der kleine Engel mit den sprichwörtlich gestutzten Flügeln sah am Rücken so übel zugerichtet aus, das Livia sich zu ihr setze und ihr beistehen wollte. Natürlich war die Neuigkeit über ihre nun rote Seide mehr als unschön für Livia, aber Aliya versicherte ihr, das sie nicht vor hatte ihr die Position im Haus streitig zu machen. Wie lange das so gut gehen würde war unklar, aber gerade war sie ja eh etwas verhindert. Livia legte sich zu ihr und die Erschöpfung wegen der doppelten Arbeit der letzten Hand liess sie in einen Schlaf fallen, der gespickt war von Albträumen über Aliya, ihren Herrn und eine Sehnsucht, die zwar gestillt wurde, doch viel Verzweiflung an ihre Stelle trat.

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