Victoria: Ein wenig dies und das

Lycia

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Lycia hatte an dem Tag nicht viel vor, nur eine Sache lag ihr im Magen. Nach reiflicher Überlegung hatte sie sich umentschieden was die Hilfe für die Unterstadt anging und das würde sie Corvus mitteilen müssen. Doch zuvor wollte sie sich ein wenig stärken, nachdem Aliya ihr die Corsage fest geschnürt hatte. Ihre Sklavin brachte eine Suppe und gerade als sie aufgegessen hatte, klopft es mal wieder an der Haustür.

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Vor der Tür stand Aurora. Sie erzählte davon, das sie nun 3 Zeugen für die Anklage gegen Arreconius haben und Lycia versprach, Quintus direkt Bescheid zu geben, doch dieser war heute nicht in der Stadt. Ausserdem sprachen sich die Frauen endlich aus, was wohl dringend nötig war, denn das Gespräch neulich mit Lucia Crispa hatte Lycia doch sehr misstrauisch werden lassen. Sie teile Aurora ihre Ängste und Sorgen mit und Aurora erzählte ihr auch einiges. Beide schienen nun wieder besser gelaunt und vielleicht wäre das ja nun endlich ein für alle mal geregelt.

Als Aurora ging, suchte Lycia ein paar alte Materialien zusammen und ging mit Aliya hinunter in die Unterstadt. Allein ging sie nie in die Nähe des Schlüpfrigen Lochs, da wimmelte es ihr zu sehr von zwielichtigen Gestalten. Betreten würde sie die Pagataverne auch nie, denn was ihr dann zuhause blühte wusste sie genau. Quintus mochte anderen gegenüber sehr fair und zuvorkommend sein, aber da kannte er keine Gnade. Also schickte sie Aliya hinein den Wirt und nun Volkstribun zu holen und nach einer gefühlten Ahn draussen wartend kamen beide endlich heraus.

Corvus war nicht gerade froh, aber es wirkte als war ihm klar, das so etwas passieren könnte. Lycia wollte sich einfach nicht über den Kastenkodex erheben und bot Alternativ an, statt lesen und schreiben zu unterrichten, wäre sie gern bereit Dokumente vorzulesen oder Verträge zu prüfen. Nicht ganz umsonst, aber das war ja klar. Als Corvus jedoch über die armen Kinder sprach wurde ihr mulmig und sie verabschiedete sich schnell. Früher als Händlerin hätte sie einfach geholfen, schliesslich hatte ihre Mutter ihr gut lesen und schreiben beigebracht, doch nun hatte sie der Kaste gegenüber eine Verantwortung und ihr Wissen sollte ja nicht einfach verbreitet werden.

Livia

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Livia kam von Einkaufen zurück als sie Aliya auf dem lectus liegen sah. Statt sie zu ärgern meckerte sie natürlich. Sollten die Herrschaften Aliya dort sehen würde ja sie, Livia, den Ärger bekommen. Aliya kicherte und sprang auf. Livia war der Sklavin von Lycia auch nie wirklich böse, denn die zwei wussten durch ihre Zeit gemeinsam, das sie mehr Freundinnen und weniger Konkurrentinnen waren. Das war unter Sklaven ja eher selten der Fall, aber irgendwie hatte Livia einen Narren an Aliya gefressen.

Nun hatte man die Beiden damit betraut den Gerichtssaal mal wieder auf zu polieren und mit viel Putzzeug bewaffnet gingen sie hoch zum Gericht. Während Aliya den Saal ausfegte, überlegte Livia woher sie hier Wasser zum Schrubben bekäme. Ein wenig später kam sie zurück mit zwei vollen Eimern. Es wurden Fenster geputzt, Sitzbänke geschrubbt, Geländer poliert und die Sitzkissen auf dem Podium entstaubt.

 

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Als der Boden geschrubbt werden sollte, liess Livia es sich nicht nehmen und machte Aliya mit dem Restwasser nass. Es gipfelte darin, das beide Sklavinnen lachend zu Boden plumpsen. Livia mochte es, die kleine Aliya zu necken und irgendwie verwandelte sich eben dieses Necken in etwas sehr intimes. Die beiden Sklavinnen genossen noch eine Weile die Zweisamkeit des Gerichtssaals ehe sie Heim gingen.

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