Victoria: die Strafe

Snapshot_022

Das Gesicht trocken von den versiegten Tränen und mit einer Müdigkeit in den Knochen, die nicht von zu wenig Schlaf kommen konnte, schlich sie in den Wohnraum. Quintus war im Arbeitszimmer, denn sie hörte ihn am Schreibtisch. Sie nahm sich eine Larma, trank etwas Wein und wollte gerade zurück ins Bett, als Livia aus dem Arbeitszimmer kam und den Vorhang auf schob. War das Zufall?

Lycia starrte Quintus wie ein aufgescheuchtes Reh an. Man sprach wenig, doch sie ging etwas näher heran, wollte die Gelegenheit wo er sie gerade nicht komplett ignorierte nutzen und wissen, ob er eine Strafe für sie vorgesehen hatte. Er bat sie sich zu setzen und das tat sie dann auch. Unruhig rutschte sie auf dem Stuhl hin und her und lauschte der Entscheidung, die Quintus getroffen hatte. Der Gladiator solle an ihn ausgeliefert und vom ersten Schwert unehrenhaft in den Tod geschickt werden. Sie selbst würde 3 Tage im Strafkragen verbringen mit Beginn der Frist direkt nach Hinrichtung des Sklaven.

Sie interessierte sich herzlich wenig für das Schicksal des Sklaven. Viel mehr traf sie ihre Strafe so hart, das sie noch einmal anfing zu erklären, der Rausch hätte ihr die Sinne benebelt, doch Quintus glaubte ihr einfach nicht. Er ging davon aus, das alles war geschehen weil sie es so wollte und sie selbst zweifelte mittlerweile daran, ob es der Pudding und das Rauchwerk wirklich waren, oder ob sie selbst sich dem Sklaven hin gegeben hatte.

Es klopfte und sie sollte im Arbeitszimmer warten. Wenige Augenblicke später kam Quintus zurück mit einer Einladung, die er ihr gab um später ihre Meinung dazu zu hören. Sie wollte wissen, ob sie auch eher ihre Strafe antreten konnte, damit sie bald aus zumindest diesem Elend erlöst war. Er hatte aber einen wichtigen Termin im Hause Atticus beim ersten Schwert Valerius und musste gehen. Sie entschied sich seinen Rat anzunehmen und ging baden und zog sich ein gutes Kleid an. Ein Spaziergang tat ihr bestimmt gut.

Eine Weile irrte sie durch beinah menschenleere Gassen und saß hier und dort auf einer Bank. Sie dachte nach, oh ja und das Ergebnis war immer das selbe. Als sie dann heim kam sah sie Callista und da diese dringend jemanden zum Reden brauchte, bat sie sie herein und war auch froh über die Ablenkung. Callista schilderte ihre Sorgen um einen jungen Mann namens Pavidus, der scheinbar der Übeltäter einer Sklavenklau-Geschichte war und nun gefasst und dem Haus Crispus übergeben war als Kampfsklave.

Callista brauchte einen Rat, den Lycia ihr nicht geben konnte. Also verwies sie an ihren Onkel, der verschwiegen war und auch ihren Eltern nicht erzählen würde. Kurz darauf trat Quintus ein und man trank zusammen noch einen Wein und Callista nutzte den Moment um einen Termin aus zu machen. Quintus wollte sich gern das Problem anhören.

Snapshot_024

Das Gespräch fiel auf die Einladung aus dem Haus Aelius und Quintus fragte Lycia nach ihrer Meinung, die sie gern kund tat. Er wirkte zufrieden, als sie sich unsicher gegenüber den Ambitionen ihrer neuen Nachbarn zeigte und dahinter mehr als eine freizügige Orgie vermutete, was allein schon ein Grund für sie und auch ihren Onkel war, dort nicht hin zu gehen.

Callista verabschiedete sich und Lycia wollte eigentlich ins Bett, doch als sie neben Quintus stand und das Thema auf den Kragen kam, wollte sie lieber sofort ihre Strafe antreten. Ihr Kopf war wieder klar und mit Stolz sah sie ihn an, als er den Kragen um ihren Hals legen wollte. Doch er zitterte, wirkte unsicher und als sie nun auch noch sagte, sie würde bei der Hinrichtung des Sklaven dabei sein wollen, obwohl er es ihr frei stellte, als selbst auferlegte Strafe, da schien bei ihm nichts mehr zu gehen.

Er warf den Kragen in eine Ecke und sie verstand nichts mehr. Zeitweise dachte sie, sie wäre nicht mal mehr den Strafkragen wert, doch wenn sie in seine Augen sah, dann wusste sie, er empfand noch so viel für sie. Sie war den Tränen nah und als sie ihre Hand auf seine Schulter legte und er seine Wange darauf, durchfuhren sie so starke Gefühle, das sie nur schwerlich gehen konnte um zu schlafen. Aber reden konnten sie auch an einem anderen Tag. Diese Flut an Emotionen, die da gerade auf sie, die ja ihre Strafe nun akzeptiert hatte,  einprasselte, war zu viel für sie.

Merkwürdig friedlich wünschten sich beide eine Gute Nacht und Lycia legte sich hin und wie erschlagen, schlief sie sofort und träumte wirr. Was echt war und was Fantasie vermischten sich zu einem bunten Knäul.

—————————————-

OOC: Ich hab mich kurz gefasst, denn ich war gestern von dem RP so erschlagen, das ich froh war, als dieser emotionale Moment endlich vorbei war. Da fiebert man ja so sehr mit, unglaublich.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s