Victoria: Ich verachte Dich

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Lycia weinte sich in den Schlaf. Vergebens hatte sie auf Quintus gewartet. Er war nicht zurück gekehrt oder zumindest nicht zurück ins Schlafzimmer. Und sie war so unglaublich müde gewesen, das sie trotz allem die Augen nun nicht mehr hatte aufhalten konnte. Immer schwirrten seine Worte in ihrem Kopf, selbst den Traum durchzogen sie, liessen sie vor Angst erzittern…

Ich verachte Dich!

So verletzt war er gewesen. So verzweifelt war sie. Und alles nur, weil ihre Hitze sie übermannt und irregeführt hatte…

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Lucia hatte sie zum Tee eingeladen und sie hatten sich die Kämpfer angesehen. Natürlich war es merkwürdig in den Katakomben des Hauses Tee zu trinken. Natürlich war es merkwürdig, das der Raum in dem sie waren roch wie eine Drogenhöhle vor lauter Räucherstäbchen, aber vielleicht war Lycia auch absichtlich naiv gewesen, hatte innerlich sich nichts sehnlicher gewünscht als einmal auszubrechen…

Es gab Pudding, der widerlich süß schmeckte und den sie mehr aus Höflichkeit aß und sie begutachtete die Kämpfer. Der Neue, Calum, hatte es ihr angetan. Ein großer muskulöser Mann mit diesen markanten nordischen Gesichtszügen. Sie verstanden sich gut, doch Lycia blieb distanziert, selbst noch als sie bemerkte wie Lucia mit Leichtigkeit sich Maximus, den anderen Sklaven, zu Diensten machte.

Ein wenig verwöhnt werden würde schon nicht schaden…diese Gedanken schienen sich in ihren Kopf zu pflanzen und so verlor sie sich doch bald in den starken Armen des Sklaven. Sie liess sogar zu in ihrem Rausch, das er ihr die weisse Seide nahm und genoss es wirklich, wie er sie behandelte.

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Es war wie ein erotischer Traum, unecht, überzogen…sie zog sich an, liess sich von dem Sklaven hinauf bringen und mit verklärtem Blick verliess sie den Ludus. Sie wusste nicht mehr wie sie heim kam, aber ihr ging es miserabel…ihr Unterleib schmerzte ungewohnt, ihr Magen krampfte sich zusammen und ihr Kreislauf war wirklich nicht auf der Höhe. Sie reagierte nicht mal auf Aurora, die mit Quintus draussen stand.

Drinnen sank sie auf einen Lectus und als Quintus hinzu kam trank sie einen Wein, sprach etwas wirr über Pudding, der ihr nicht bekommen sei und ganz langsam kam sie aus dem Rauschzustand…bei den Priesterkönigen, was hatte sie getan…

Quintus war besorgt um sie, hatte aber noch eine Verabredung und so ging sie schnell ins Bad. Im warmen Wasser klarte alles auf. Sie hatte alles zerstört…die Liebe zwischen Quintus und ihr war doch noch so zart gewesen…doch sie hatte sich von ihrer Hitze treiben lassen.

Als es klopft stieg sie aus dem Wasser und öffnete im Nachtgewand. Eine Sklavin aus dem Haus Baratheus, die ihren Onkel sprechen wollte. Sie liess sie herein und legte sich auf einen Lectus, denn ihr Kreislauf war noch immer schwach. Als Quintus dann heim kam, sprachen er und die Sklavin kurz und sie verzog sich ins Schlafzimmer.

Quintus folgte ihr, als der der Besuch gegangen war und da, wo er so besorgt neben ihr saß hielt sie es nicht mehr aus. Sie beichtete alles und wusste, nun würde sie ihn härter treffen als jemals zuvor mit ihren Eskapaden.

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Er war zornig, enttäuscht, traurig….aber seine eiskalten verachtenden Blicke waren das Schlimmste. Er nannte sie Sklavin, so verbittert war er. Hätte ihr beinah das Strafcollar umgelegt, doch dann warf er es in die Ecke. Sie spürte wie sehr es schmerzte, beteuerte das sie nur Gefühle für ihn hätte und nicht bei Sinnen war an diese Abend, aber das war ihm egal.

Quintus verließ voller Zorn und Trauer das Haus und sie blieb zurück, auf dem kalten Fußboden, der Verzweiflung nahe und voller Gedanken wie sie jemals diesem Mann wieder voller Liebe und ohne Scham in die Augen blicken sollte. Alles war zerstört…einfach alles.

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OOC: Ein wirklich emotionaler RP-Abend der mich ganz schön mitgerissen hat. Aber so sind die Geschichten, manchmal ist man da mitten drin und fühlt mit. Das macht das doch aus oder? 😉 Das Sklavenhaus Crispus ist jedenfalls immer für eine Überraschung gut.

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