Victoria: Das Fest

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Das Sklavenhaus Crispus lud zu einem Fest nebst Schaukampf ein. Natürlich hatten Lycia und ihr Onkel vor sich dort blicken zu lassen, denn gesellschaftliche Anlässe bedeuteten immer, das auch wichtige Persönlichkeit zugegen sein würden. Doch als Lycia von ihrem Spaziergang zurück beim Sklavenhaus an kam, war ihr Onkel noch nicht dort laut einer Angestellten und so zog sie es vor sich erst einmal frisch zu machen und dann würde sie ihn vor Ort schon antreffen.

Zuhause zog sie sich ihr bestes Kleid an und legte den besonderen Duft auf, den ihr Onkel ihr von dem Händler aus Thentis mitgebracht hatte. Sie blickte in einen Spiegel und richtete sich die Haare. Alles perfekt wie immer. So ging sie zum Fest und liess sich dort zu der Gesellschaft bringen. Lucia und auch Gaius waren inmitten der Menge und unterhielten die Gäste.

Lycia kämpfte sich bis zu einem Aussichtspunkt vor, von dem aus sie gut die unter Ihnen liegende kleine Arena erkennen konnte. Lucia, die kurz neben ihr stand strahlte. Es war nun schon ein gelungenes Fest, da so viele der Einladung gefolgt waren. Man unterhielt sich mit den Gäste über den nun gestarteten Kampf und so kam es, das Lycia den ersten Händler Julius Avonicus kennen lernte und seine Tochter Callista. Leider verlor Lycia ihre Wette, als der junge Kampfsklave Maximus am Boden lag, aber auch Callista hatte für ihn mitgefiebert, so war sie nicht die Einzige, die der Meinung war, bald schon würde das Blatt sich wenden. Vielleicht ja schon in einem nächsten Kampf.

Quintus war unterdessen angekommen und sie eilte mit Callista zu ihm, um sie ihm vorzustellen. Ihr Onkel, dem sie selbst etwas zu überschwänglich gegenüber reagierte um ihre Unmut über die Nacht neulich nicht zu zeigen, begrüsste Callista und schon gesellten sich Lucia und Illarion zu der kleinen Runde. Lucias Bruder Illarion wurde vorgestellt und Lycia war wirklich entzückt. Gutaussehend, charmant und künstlerisch veranlagt. Nichts für eine ernsthafte Gefährtenschaft, aber durchaus ein besonderer Reiz.

Sie spürte die Unmut Quintus oder zumindest vermutete sie diese zu spüren, was sie nur mehr anstachelte zu zeigen wie interessant sie den Bruder von Lucia fand. Callista und einigen anderen Damen ging es genauso und so zog sich ihr Onkel unbemerkt zurück nach draussen. Als Illarion seine Verse vorgetragen und sein Flötenspiel beendet hatte, verabschiedete sich Lycia und ging zu ihrem Onkel. Dieser war im Gespräch mit der Angestellten des Hauses, die sie hinauf gebracht hatte und so verabschiedeten sich beide knapp und Lycia ging heim. Sie versprach zuvor aber noch Lucia bald auf einen Tee oder einen Ta Wein vorbei zu schauen.

Zuhaue legte Lycia sich auf den Lectus und liess sich Wein einschenken von der Sklavin. Sie seufzte schwer und als die Sklavin ihren Unmut spürte, zog diese sich schnell in eine Ecke zurück. Lycia war so wütend. Weder hatte ihr Onkel seit dem Vorfall neulich Nacht mit ihr gesprochen, noch hatte er sich weiterhin freundlich verhalten. Stattdessen war eine eisige Kälte ins Haus Calpurnianus eingetreten, die ihr beinah alles verleidete.

Sie räckelte sich ein wenig und ihr Kleid rutschte hoch. Kurz dachte sie daran ihrem Unmut auf erregende Weise Luft zu verschaffen, doch dann hielt sie inne. Zu viel Hitze bescherrt nur Ärger, dachte sie bei sich und trank stattdessen lieber Wein. Kurz darauf döste sie ein wenig ein und erwachte erst wieder als ihr Onkel heim kam. Die Stimmung war angespannt und distanziert und sie erzählte was sie auf dem Fest erlebt hatte, wie ein Protokoll spulte sie die Infos grob ab und ihr Onkel reagierte ähnlich. Nur bei dem Thema Illarion zeigte er minimal eine Emotion, als er ihr sagte, sie solle sich diesen Taugenichts als Gefährten aus dem Kopf schlagen, denn er hatte ja nicht mal einen eigenes Handelshaus.

Irgendwann wurde es ihr zu bunt und sie wurde sauer. Deutlich hielt sie ihm vor, das er sich immer noch nicht entschuldigt hatte für seine ‘Regung’ neulich und er schien beinah zu explodieren. Sie sei selbst schuld daran und das sie nicht denken müsse, jeder Mann wäre ihr sofort verfallen, es wäre nur natürlich, das wenn sie nicht einmal in der Lage war einen Vorhang zu schließen, das derlei Dinge geschehen würden. Sie war es Leid. Also entschuldigte sie sich und er nahm die Entschuldigung sogar an. Für den Moment war es ruhig. Sie ging noch einen Schritt weiter und deutet ihrem Onkel an, das es sich eben nicht grämte wenn er sie nackt sah. Quintus wirkte mit einem Mal irgendwie…fröhlich.

Lycia ging sich umziehen für die Nacht und brauchte eine halbe Ewigkeit, weil sie so in Gedanken versunken nackt im Schlafzimmer stand und versuchte zu verstehen, was sie denn so falsch machte. Ihr Onkel stand ihr so nah und doch stießen sie einander immer wieder fort. Sie schlüpfte in ihr Nachthemd und eilte zu seinem Schreibzimmer, wo er noch zu arbeiten hatte. Ihn umarmend wünschte sie ihm gute Nacht und er hielt sie fest in seinem Armen und für einen Moment wurde es friedlich. Sie küsste ihn auf Wange, obwohl sie wohl auch den Mund gewählt hätte, wäre er ihr entgegen gekommen und begab sich dann zu Bett.

OOC: Das Fest war wirklich gut gestern, aber ich habe kaum alles mitbekommen. Dennoch schön, so noch ein paar Leute kennen zu lernen. Es fehlen immer noch einige, aber langsam Schritt für Schritt geht es weiter.

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