Ein freudiger Tag?

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Als Lycia endlich fertig war sich zu schmücken mit ihren Armreifen und die frischen Blumen in ihr Haar geflochten hatte kam Quintus um die Ecke und wollte los. Sie waren ein wenig spät dran, aber das störte Lycia wenig. Man kam ja nie zu spät, nur die anderen zu früh war da eher ihr Motto. Sie wartete einen Moment lang ab, als sie bei der Menge ankamen und wollte sich erst zu den Händlern gesellen, doch Quintus winkte sie zu sich, was ihr leider die Chance nahm.

Die Rede Tasdrons war gespickt mit einem Ego, das wohl die ganze Stadt einnahm, aber ihr war es egal. Was interessierte sie Politik? Aber sie jubelte dennoch fleißig mit, denn Quintus jubelte nur so viel wie nötig, was deutlich machte, welchen Stellenwert der derzeitige Administrator in seinen Augen hatte. Gerne verteilte Lycia daher gut platzierte kleine Spitzen gegen ihren Onkel.

Nach der Rede verteilten sich die Bürger Victorias und die Gäste, die zu diesem Ehrentag unter ihnen weilten. Ein Großteil stürmte in die Taverne, aber als Lycia auch dort hin wollte, beachtete Quintus sie gar nicht. Sie wollte sich schon lautstark beschweren, das er den Tag des Administrators und seines Sohnes nicht zu würdigen wisse, aber dann kam ein Mann der roten Kaste auf sie zu und sprach ihren Onkel an.

Der Mann war der erste Aedil Victorias, Sergius Atticus. Natürlich sah Lycia ihn sich interessiert an, jeder Mann war derzeit ein potenzieller Gefährte um aus den Klauen ihres Onkels zu entkommen. Gutaussehend war er und auf den ersten Blick auch keiner dieser ‘Goldgräber’, wie sie Mutter immer nannte. Männer, die ihrem Geld hinterher jagten, mehr als ihrem Rock. Sergius und Quintus unterhielten sich über die Feier, er hatte die Rede verpasst. Als die Sprache auf Lycia fiel und Quintus erzählte, er würde ihr Vermögen verwalten bis ein passender Gefährte gefunden sei, wurde ihr leicht schwindelig. Einerseits weil der Aedil sie auf einmal so ansah…herrje, sie wurde rot. Und andererseits weil sie bis zu dem Moment gedacht hatte, da sie schließlich mit Geld gut umgehen konnte, das sie es selbst verwalten würde. Sie war wütend auf Quintus, der sie angrinste als hätte er gerade etwas großartiges verkündet. Wütend auf ihre Mutter, die scheinbar so wenig vertrauen in ihr kleines Mädchen gehabt hatte.

Bald verabschiedete sich Sergius, ging wie alle in die Taverne und auch Lycia und Quintus folgten endlich dem Pulk. Doch als sie ankamen war alles voll und von drinnen bissen ihr Gerüche von Paga vermischt mit Schweiß in die Nase. Quintus sah sie belustigt an. Natürlich war dies sein Plan gewesen. Wären sie sofort aufgebrochen, wär ihr der Geruch egal gewesen, weil mitten drin merkt amn es nicht mehr. Nun, sie gingen heim.

Zuhause angekommen poltere Lycia los. Sie war wütend auf ihren Vormund. Ihr Leben und was schlimmer war, ihr Geld lagen in seinen Händen. Doch Quintus setzte sich in aller Ruhe und schenkte einen Wein ein. Sie nahm nach anfänglichem Sträuben den Becher und trank ihn in einem Zug aus. Nicht ganz der Sinn eines Weines, aber sie hatte noch nie getrunken. Und gerade deshalb schlug der Wein sofort an und ihr wurde warm. Sie regte sich noch ein wenig auf und ihr Onkel schenkte ihr immer wieder nach.

Als ihr zu schwindelig war, setzte sie sich neben ihn und er half ihr, für seine Verhältnisse zu freundlich, aus den geschnürten Sandalen. Er streichelte ihre Füße und irgendwie beruhigte sie das. Aber den Kopf schwer vom Alkohol verstand sie nichts und war nur recht friedfertig und trank gerne weiter mit ihm. Es drehte sich bald alles und sie wusste nicht mehr wo oben oder unten war.

Quintus half ihr sich gerade hinzusetzen und hielt sie im Arm. Sie bedankte sich mit einem Kuss auf die Wange und als sie gerade ihn in einem anderen Licht zu sehen begann, wurde ihr schlecht und sie übergab sich auf seine guten Stiefel. Sofort sprang er auf und doch, statt los zu fluchen half er ihr ins Bad und setzte sie dort auf den Rand des Wasserbeckens. Während er seine Stiefel in eine Schüssel Wasser stellte, wischte sie sich den Mund ab und bemerkte nun erst mitten auf ihrem Kleid einen Fleck. Sie rieb daran, aber so schnell ging der nicht hinaus.

Ihr Onkel ging hinaus um Mehl zu holen und sie zog sich aus. Den Schmuck legte sie sorgfältig beiseite und auch ihre Haare öffnete sie so das ihre langen dunklen Locken über ihren nackten Körper fielen. Während sie das Kleid einweichte und sich ihr Nachthemd überzog musste Quintus zurück gekehrt sein, denn als sie den Kopf aus dem Nachthemd steckte blickte sie direkt in sein Gesicht. Sie zog wie mechanisch das Gewand herunter bis es auf ihre Füße fiel und nahm nur das Mehl an das er brachte.

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Sie konnte dazu nichts sagen. Ihr Kopf dröhnte schon genug. Seine Augen. Das diese kalten Blauen Augen überhaupt anders blicken konnten? Sie streute Mehl auf den Fleck und ging dann mit einem Lappen und dem Mehl zum Wohnbereich. Das Mehl verstreute sie großzügig, damit es die Brühe aufsog. Dann nahm sie kurz schluckend den Lappen und begann es aufzuwischen. Quintus wollte sie abhalten, hätte es sogar selbst gemacht, wenn er nicht sofort eine Sklavin finden könnte, doch sie war ja schon dabei, auch wenn es ihr nun verdammt dreckig ging.

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Der dreckigen Lappen entsorgte sie in der Küche und ging schnell zurück ins Haus, denn die Gerüche von Fleisch und Käse ließen ihren Magen beinah erneut krampfen.

Quintus trug nur noch seine unterste Schicht Kleidung und fragte nach ihrem Befinden. Sie antwortete ehrlich und ihr sah man an, wie Leid es ihr tat. Er schien merkwürdig fürsorglich, aber ihr war nicht so ganz bewusst, das er sie ja abgefüllt hatte und somit die Situation provoziert. Sie kam auf ihn zu, umarmte ihn und wunderte sich darüber, wieso er sich so steif machte. Ob Nähe ein Problem war? Sie war zu müde und betrunken um es zu verstehen. Er versprach ihr gemeinsam eine Sklavin zu suchen, die ihr etwas im Haushalt zur Hand ging und sie sollte diese mit aussuchen. Das würde ihr gefallen, dachte sie bei sich. Er wollte sie in seine Entscheidungen mit einbeziehen. Na hoffentlich wusste er es am nächsten Tag auch noch, so wenig hatte er selbst auch nicht getrunken.

Als sie sich zu Bett legten spürte sie ihren Magen rebellieren und rollte sich zusammen. Schnell schlief sie ein und träumte wirres Zeug von ihrem Onkel, dem Fest und dann mischte sich alles mit den Tagen der Trauer, die hinter ihr lagen. All das war wohl etwas viel gewesen.

OOC: Die Sims waren wirklich gut gefüllt und das RP lief auch schön an, dafür das man sich nicht ganz sooo locker bewegen konnte und es mich ein paar mal aus den Latschen gehauen hat. Viele Leute habe ich noch nicht getroffen, aber ich gebe zu, an solchen RP Tagen mit einem fest oder ähnlichem sind es nur Ansätze, die man spielt. Es wird noch genug Möglichkeiten geben und ich freue mich schon sehr darauf.

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