Das Schloss

Nora schlich durch das verwinkelte Schloss und sprach leise, aber deutlich einige Sätze in ihre Diktiergerät. Als sie endlich einen Eingang in den großen Saal fand flüsterte sie mehr zu sich als zum Gerät ‘Wow, der Besitzer hat echt nen Hang zu Gruseldeko..’

Überall flackerten Kerzen, es standen ein paar schwere mit dunklem Samt bezogene Möbel auf ebenso dunklen Teppichen an der Seite und ich der Mitte war ein zwar schon verblasstes, aber noch erkennbares Pentagram gemalt. Sie ging näher ran und bemerkte ein Skelett in einem der Käfige, die von der Decke hingen. ‘Halloween’ sagte sie lachend und ging in die Knie um mit ihren Fingern über die Linie des Pentagram zu fahren.

Als sie Schritte hörte und eine weibliche Stimme sie begrüsste, erschrak sie und stockte in ihrer Bewegung. Langsam richtete sie sich auf, drehte sich zu der Stimme und blickte in das Gesicht einer schönen schlanken Frau. Ihre Haut war weiss wie Schnee, ihre Haare schwarz und der dunkle Lippenstift liess ihre hellblauen Augen leuchten wie Edelsteine. Ob diese junge Frau wohl zum Schloss gehörte? Sie hiess Sophie Saint Clair und war die Tochter des Schlossherrn. So so, dachte Nora bei sich und obwohl die junge Frau eine unglaubliche Anziehungskraft auf sie hatte, war sie auch neugierig wie man auf die Presse reagieren würde.

Also stellte sie sich vor. Nora Aura, freischaffende Journalistin und immer auf der Jagd nach Stories über übersinnliches und dunkle Geheimnisse. Sophie schien amüsiert, als Nora ihr von den Vermutungen erzählte, die man über das Schloss hatte. Satanische Rituale, Vampirismus. Also bot sie Nora an, das Schloss, insbesondere die zwei Kelleretagen zu zeigen.

Nora nahm dies gerne an und war irgendwie verblüfft nicht sofort raus geworfen worden zu sein, wie es sonst oft üblich war. Doch bevor sie los gingen, brachte Sophie beiden noch ein Glas Wein. Ein alter edler Tropfen. Er schmeckte fantastisch und beinah hätte Nora nach einem zweiten Glas gefragt, aber als Sophie erzählte er wäre aus dem 16. Jahrhundert wurde ihr schlagartig bewusst, wie teuer allein ein Schluck sein musste.

Sophie begleitete mich hinunter in die Katakomben. Zuerst zeigte sie mir einige Zellen, wo früher Spione, Diebe und Feinde aller Art gefangen gehalten wurden. Nora hatte irgendwie das Gefühl, Sophie wäre ständig irgendwie dicht hinter ihr, spürte immer plötzlich wie sie ihre Hand auf ihre Schulter legte. Erschrocken wich sie das ein ums andere Mal zurück.

In der zweiten und tiefsten Ebene der Katakomben kam Sophie ihr immer näher. Nora ging in andere Räume, sie stand obwohl meterweit entfernt auf einmal hinter ihr. Alles an Sophie wirkte irgendwie…anders. Die vielen Skelette und die  merkwürdigen Brunnen an den Wänden aus denen rotes Wasser lief irritierten Nora doch sehr, aber Sophie sprach nur von Grabplünderern und enorm eisenhaltigem Wasser.

Als sie einen Gang hinunter zu der Grabstätte der Ahnen gingen mussten sie durch einen von Grundwasser überfluteten Bereich. Noras Schuhe, Stulpen und Strumpfhose waren pitschnass und so zog sie, weil es unten recht warm war und Sophie sie merkwürdigerweise drängte, diese aus. Natürlich, Sophie war scharf auf Nora. Das verstand sie nun auch, nachdem sie so ausgiebig Noras Beine und Füße betrachtet hatte. Doch Nora blieb kühl, zumindest versuchte sie es.

In dem Raum hinter der Grabstätte angekommen sah sich Nora gerade um als auf einmal das Gitter herab sauste und sich der Raum verschloss. Der einzige Weg hinein und hinaus war versperrt. Nora fluchte und Sophie wirkte wirklich untröstlich, doch sagte sie, es würde allerhöchstens ein paar wenige Stunden dauern, dann würde der Mechanismus sie wieder befreien. Woher wusste sie das so genau? War ihr das schon öfter passiert?

Nora streifte ruhelos umher, sah sich um und bemerkte die ganzen doch recht abstrusen Spielzeuge in diesem Raum. Das Zimmer der Schlossherrn wäre dies sagte Sophie. Für ihn und seine Mätressen. Angewidert sah Nora sich um. Einige merkwürdigen Metallgebilde wollte sie erst gar nicht verstehen, aber die Sessel am Feuer sahen bequem aus und so setzt sie sich um ihre Füße wieder aufzuwärmen. Sophie setzte sich vor den Sessel. Ungefragt massierte sie Noras Füße und streichelte mehr als nötig über ihre Beine, bis zu ihren Oberschenkeln.

Natürlich genoss Nora diese Geste und ehe sie sich versah war sie nackt und Sophie küsste sie voller Leidenschaft. Als Sophie aber ihre rosigen Nippel liebkoste und Nora auf einmal spürte wie etwas spitzes dagegen stach, wich sie aus. Sie blickt zu Sophie und da waren sie, lange weisse Fangzähne..

Nora schrie panisch auf und versuchte Sophie weg zu treten, doch Sophie sah sie an und ihre Stimme und ihr Blick, dieses funkeln in den blauen Augen, liessen Nora schnell ruhiger werden. Sie sank zurück in den Sessel und Sophie führte fort, was sie begonnen hatte. Sie verführte Nora bis diese in vollkommener Ekstase ihren Namen stöhnte und ihren Höhepunkt erlebte.

Während dieses Orgasmus konnte Sophie sich nicht mehr zurück halten und biss zu. Ihre Fänge bohrten sich in Noras Hals, trank und trank ihr süßes Blut und versiegelte die Wunde als sie genug hatte. Nora sank im Sessel zusammen, erschöpft von der Lust und dem hohen Blutverlust.

Wo sich gerade noch Sophie an sie geschmiegt hatte, war nur der harte Ledersessel als sie erwachte. Es war schon wieder hell draussen und als Nora sich um sah war niemand mehr hier ausser sie selbst. Ihre Kleider lagen fein säuberlich gefalten und mittlerweile trocken neben dem Sessel.

Sie stand auf, zog sich an und schüttelte den Kopf. Nur ein Traum. Als sie sich anzog blickte sie in einen Metallteller um ihre Brille zu richten. Da war was an ihrem Hals. Zwei kleine Stiche…merkwürdig, hier unten gab es doch gar keine Mücken. Oder war es doch kein Traum gewesen?

Sie nahm ihr Diktiergerät in die Hand und sah das es die ganze Nacht aufgenommen hatte. Als sie zurückspulte hörte sie aber nur ein feines Rauschen. Keine Stimme ausser ihrer eigenen. Dieser Ort war es definitiv wert, noch einmal zurück zu kehren. Und wenn es nur der Neugier halber ist….oder um sie wieder zu sehen.

 

OOC: Ein spontanes Vampir-RP gestern Abend nachdem wir für Gor irgendwie nicht in der Laune waren.

 

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