Boardwalk – Schlechte Idee

Ich habe demonstriert und statt einer Schlacht, meine Würde verloren.

Ruby stand mit ihrem Anti-Alkohol-Schild vor dem Cashba und demonstrierte lautstark gegen den Schmuggel und den Genuss von Alkohol. Doch was geschah, sollte ihrer Glaubhaftigkeit stark zusetzen.

Rossi und sein Handlanger kamen hinzu. Statt aber wirklich verärgert zu sein, stimmten beide mit ein und begannen sie böse zu traktieren mit wildesten Lügen über ihre Nebeneinkünfte und das sie ihren Körper verkaufen würde.

Nach einer Weile gab Ruby klein bei. Sie war vollkommen verwirrt und die beiden Männer hatten es geschafft, dass sie sich schwach und unzurechnungsfähig fühlte. Man lud sie auf einen Saft ein und sie ging mit ihnen ins Cashba, obwohl ihr der Club nicht behagte. Kaum oben angekommen wusste sie weshalb. Man hatte sie direkt in eine Art Casino geführt. Es wurde nicht verborgen, wieso auch. Die Cops waren alle samt geschmiert.

Sie nahm Platz auf einen roten Samtsofa, das stark an einen Puff erinnerte und Rossi begann zu reden, das er davon absehen würde, sie anzuzeigen und für unzurechnungsfähig erklären zu lassen, wenn sie für ihn arbeite würde als Begleitdame. Innerlich schrie ihr Verstand nur ‘Hure’ und sie zog die Beine an wie ein eingeschüchtertes junges Ding, das sie nicht mehr war. Aber Rossi erklärte schnell, sie wäre zu alt für derlei Gewerbe, was sie zwar erleichterte aber gleichermaßen beleidigte.

Sie sollte die reichen Herren tagsüber bei Laune halten und des Nachts Fotos machen, wenn sie mit den jungen Dirnen ins Bett hüpften. Dafür würde man sie nicht in eine Irrenanstalt einweisen und einer Lobotomie unterziehen lassen. Der Gedanke erschreckte sie so sehr, das sie beinah sofort zustimmte.

Ein wenig erleichtert war sie, als der Handlanger von Rossi sagte, es ginge hauptsächlich um Verbrecher, die sie so in die Hand Rossis spielte. Dennoch war ihr übel als sie heim ging und bevor sie ihre Tür zum Fotostudio auf schloss, sah sie den Blick des Mannes auf dem Balkon, der viel furchteinflössender war als die Narbe, die sein halbes Gesicht bedeckte.

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