Chicago: Chained

Snapshot_008Sie waren auf dem Weg nach Hause um ihre wundervolle Hochzeitsnacht zu erleben. Angetrunken und müde sank sie auf die Rückbank seines Taxis. Sie bemerkte nicht, wie das Gas den abgetrennten Fahrgastraum ausfüllte und sie in einen leichten Schlaf verfiel, der nicht nur von Alkohol und einem anstrengenden Tag herrührte.

Sie erwachte, als er sie auf einem Sessel ablegte und irgendwas mit ihren Armen und Beinen machte. Er besänftigte sie, doch so langsam wurde sie wacher. Er trug sie auf den Armen zu einem Steingebilde. Sie war müde und erschöpft von dem Gas und verstand nicht was geschah. Sie fragte immer wieder ob er einen Witz machen wollte. Doch er lachte nur dreckig und genoss ihre schwachen Versuche sich zu befreien.

Er wollte das sie ruhig war. Beinah schlug ihr Kopf gegen eine der Steinsäulen, aber sie bekam nur eine Schürfwunde ab. Für einen Moment gab sie nach und er verband die Metallfesseln mit einer schweren Kette. Sie saß auf dem Boden, schwankte zwischen Panik, Angst und Unverständnis. Was war geschehen? Sie wollte doch nur glücklich sein.

Snapshot_010Da lächelte er sie an und der Wahnsinn stand in seinen Augen. Gianni war wahnsinnig. Ihr Ehemann, dem sie ewige Treue und all den Mist geschworen hatte, war wahnsinnig. Sie verstand es nicht. Sie flehte ihn an, wenn er sie jetzt los machte und sie Heim gingen, würde sie bei ihm bleiben. Ihre Augen füllten sich mit Tränen, ihr Herz pochte wie wild. Sie verstand nicht wie alles sich hatte zum Schlechten wenden können. Sie hatte alles aufgegeben für ihn.

Snapshot_011Gianni zog an der Kette und ihre Arme wurden nach oben gezerrt. Ihre Muskeln spannten in den Oberarmen und ihr Kleid war durch den ganzen Stoff sehr hinderlich, denn immer trat sie auf den Saum und rutschte weg. Er ergötzte sich an ihrem Anblick, an ihrer Angst. Sie wollte nicht schreien, sie wollte stark sein, aber woher sollte sie die Kraft nehmen? Und dann, als sie dachte, es könnte nicht schlimmer kommen, erzählte er ihr wieso.

Snapshot_013Er hatte sie sofort gewollt, als sie sich das erste Mal begegnet waren. Ally erinnerte sich nicht einmal daran, so sehr war sie mit ihren eigenen Problemen beschäftigt gewesen. Das dies nichts mit Liebe zu tun hatte, wischte er weg mit einem Satz, der Ally aus der Fassung brachte.

Du wirst meine Leandra sein, wie meine Mutter es für meinen Vater war.

Er war der Sohn von Wilson und Mary. Ungläubig schüttelte sie den Kopf und sagte immer wieder Dinge, die dagegen sprachen. Wilson hatte Lorinda gewollt. Aber alles was sie sprach, machte es nur schlimmer. Es war ihm egal. Er wollte sie, er hatte sie. Als Ehefrau und als Gefangene. Sie hatte den einzigen Mann, den sie je wirklich geliebt hatte, verlassen und sich blindlings in diese Ehe gestürzt in der naiven Hoffnung endlich ein gutes Leben zu führen.

Sie beschimpfte ihn, spuckte ihm ins Gesicht, aber er genoss es. Er nahm das Rasiermesser, das er in der Hand hielt und schnitt ihr über die Wange, das das Blut sacht heraus floss und sie die Zähne zusammen beißen musste um ruhig zu bleiben. Als er sie zu küssen versuchte, drehte sie den Kopf angewidert weg und er quittierte dies mit einer harten Ohrfeige auf die frische Wunde und er bekam doch was er wollte. Er wollte sie schreien hören und sie schrie vor Schmerz und Angst.

Snapshot_016Er würde sie benutzen und ihr weh tun so viel er wollte, denn sie war nun seine Frau. Irgendwann würde er sie langsam und qualvoll sterben lassen, aber der Weg dorthin wäre noch weit. Sie hörte seine Worte, sie verstand sie, aber sie hatte keinerlei Vorstellung davon wie grausam es noch werden würde.

Snapshot_017Er ließ sie an den Ketten herab auf den Boden. Sie rollte sich zusammen und umklammerte ihre Knie. Panisch und erschöpft lag sie dort auf dem Holzboden als er ging. Sie wusste, der Tod würde eine Erlösung sein, auch wenn er sie selbst in der Hölle heimsuchen würde.

OOC: Es war ein sehr intensives RP und auch wenn ich geahnt hatte, dass es kein Zuckerschlecken wird, hab ich mit meiner Ally mitgefühlt. Das arme Ding. Aber gut, so ist RP manchmal und ich gebe zu, ich mag krasse Wendungen. Es war ja auch alles zu perfekt. Ganzbaf, nur versteh ich wenigstens wieso du meintest am Hafen ist es so schön ruhig. Da hört niemand die Schreie…

OOC2: Irgendwie hab ich den Abend über die Ketten net gesehen. Ich vermute mal Partikel spinnen momentan mal wieder bei mir. Dabei hatte ich Grafik auf Hoch..hmmm

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6 responses to “Chicago: Chained

  1. schrei wenn du weißt was ich letzten sommer am freitag den 13. getan habe
    War krass geil, dass RP, hab ja nebenan zugehört, neiiiiin, ich war nicht neugierig.
    Die Ketten waren aber wirklich nicht zu sehen, aber SL hatte gestern auch wieder ne Vollmeise. Das bestücken einer Rezzbox mit Möbeln dauert normalerweise 1 Minute, gestern 5 bis 10 Minuten, Menüs kamen teilweise garnicht und ab und an konnte man nicht mal was aus dem eigenen Inventory löschen.

  2. Ok, also is SL Schuld, dass ich an unsichtbaren Ketten hing 😉 Egal, fällt in der vintage Optik der Bilder ‘fast’ nicht auf. Stell sie Euch einfach vor 😉
    Und ja, das rp hat nun gut begonnen, ich glaube, das war wirklich recht harmlos noch gestern, aber Ganzbafs Sprüche gingen echt unter die Haut 🙂

  3. So stelle ich mir richtig gutes RP vor. Intensiv und unberechenbar. Hab mich leider nicht getraut zuzuhören, weil ich nicht wusste ob das ok ist, mach ich nächstes Mal. 🙂

  4. klar ist zuhören ok, solange das erfahrene, das man durch dicke steinwände erfährt, nicht verwendet. 🙂

    ich fand es ein tolles rp, in der tat intensiv, zumal ich es mag, den irren heraushängen zu lassen. hoffentlich kommen nicht gleich die leute mit der kostenfreien weissen bekleidung. 🙂

  5. Ach was, natürlich kann man zuhören. Ich hab da zumindest keinerlei Probleme mit. Es ist für mich RP und wenn wer zuhören will dann soll er nur. Aber bitte nicht 5 oder mehr Leute lach. Irgendwann wirds komisch 😉

  6. Ich fand das RP auch gut, wobei ich noch bissel schwankte im Verhalten von Ally. Sie hat viel mitgemacht, auch in der Vergangenheit. Bin echt auf Freitag gespannt. Am 5.7. is Showdown…

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