Chicago: Eine Hochzeit soll es sein…

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 “Egal wie tief man fällt,
irgendwo schlägt man auf”

Stundenlang stand Allissa im Park am See und sah den Enten zu. Sie überlegte und überlegte, aber sie hatte keinen großen Wunsch auf dem Stuhl zu landen. Und als es Abend wurde, hatte sie endlich ihre Entscheidung getroffen. Sie ging in den Club, bat um ein Gespräch mit Giacona und trug ihm ihr Anliegen vor.

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Er hörte Ihr einfach zu und stellte keine unangenehmen Fragen. Sie wusste, gerade wegen ihrem Verhältnis zu seinem Neffen, war er ihr mehr als skeptisch gegenüber. Aber sie verlangte nicht viel, denn sie hätte sich sicherlich mit ihrem Geld auch die ‘Freiheit’ erkaufen können. Doch dies hier sollte ihre Fluchtmöglichkeit sein. Und ein Symbol, dass sie willens war für ihre eigenen Fehler einzustehen. So also bat sie ihn darum, eine größere Summe Geld, 200 000 Dollar gesamt, für sie zu verwahren. Es war nicht das gesamte Erbe ihres Vaters, aber doch der größte Posten, da es neben der Zeitung und einiger notwendiger Rücklagen nur noch mehrere kleine Aktienpakete gab, die sie nicht sofort hätte auslösen können. Giacona willigte ein und Allissa versprach ihm 25% ihres Geldes. Das war es ihr wirklich wert, selbst wenn sie es zu einem späteren Zeitpunkt in New Orleans würde abholen müssen.

Denn Giacona plante bald zurück zu kehren. Sie war noch so aufgewühlt, sie verstand garnicht, was dies bedeutete und tat es als Randnotiz ab. Sie war einfach nicht sie selbst die letzten Tage. Man verabschiedete sich und Allissa ging hinaus und direkt auf Gianni zu, der warum auch immer, gerade die Aufmerksamkeit des gesamten Personals auf sich zog.

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Sie setze sich zu ihm und obwohl er zuvor ihre heutige Zeitungsausgabe kritisiert hatte, die sie selbst für miserabel hielt, lächelte sie sanftmütig und versuchte sich vorzustellen, wie es wäre, ihn zum Mann zu haben. Natürlich fragte er prompt wie sie entschieden hätte und so sie diese Frage auch erwartet hatte, verwirrte sie seine Aufrichtigkeit in den Worten, die er sprach. Sie sagte, sie würde ihn heiraten, aber nur mit Ehevertrag. Er dachte, ihr ging es um das Geld. Gut so. Doch er willigte ein. Sie war verwirrt.

Nun versuchte sie durch ihre leicht arrogante fordernde Art ihn zur Weißglut zu treiben. Forderte eine Hochzeit in der Kirche, ein wundervolles Kleid, eine Feier im Cotton Club mit Lobbster und Kuchen. Doch selbst wenn er kurz zuckte, er liess sich nicht aus der Ruhe bringen. Dieser geizige Reporter ging stattdessen zu Giacona und liess sich schon für Freitag den Saal reservieren mit allem drum und dran. Sie wusste nicht so recht, was sie nun denken sollte. Machte gute Miene zu bösem Spiel und schlug sogar vor, direkt zum Pater zur gehen und die Hochzeit anzumelden. Doch statt sie zu bremsen, war Gianni zuvorkommend, zahlte beinah ohne zu Murren ihre Rechnung und geleitete sie zum Wagen um zur Kirche zu fahren.

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Zum Glück war Pater Camillo in der Kirche und den Termin am Freitag hatte er sogar noch frei. Er freute sich darüber und als Allissa das Thema Beichte ansprach, hieß es, beiden müssten beichten vor der Hochzeit. Sie haderte mit sich, schliesslich hatte sie eine Sache getan, die nun mal egal wie gegen die 10 Gebote vertieß. Aber sie musste da durch und zwar schon Montag.

Gianni begleitete sie noch auf den Friedhof und am Grab von Tito war ihr einen Moment lang so, als wäre der Mann, den sie weder liebte noch wollte, doch mehr als ihr Erpresser. Einfühlsame Worte und Gesten lullten sie regelrecht ein und vielleicht war es für ihn doch mehr als ein Geschäft.

“Ich will mit dir zusammen die Welt erobern und sei es nur Chicago.”
“So sehr ich versuche Dir zu misstrauen, so sehr erschütterst Du das, was ich glaube in dir zu sehen”
“Ich bin ich. Manchmal ein Schwein, aber immer ein Liebender. Und die zu Liebende bist du.”

Er brachte sie zurück zur Zeitung und geleitete sie zur Tür. In einem Moment der Schwäche küsste sie ihn sanft auf die Lippen und er tat es ihr gleich. Als er ging sah sie ihm nach, war verwirrt, stand neben sich und musste sich in ihrem Büro erst einmal setzen. Was war nur geschehen?

Sie nahm Zettel und Stift zur Hand, schrieb den nötigen Brief..

Liebster Salvatore,

ich kann nicht mehr darauf warten, dass Du eines Tages zurück kehren wirst. Ich werde Freitag heiraten. Es ist nicht aus Liebe, aber wie so vieles, kann es sich entwickeln. Danke für die wundervolle Zeit.

In ewiger Liebe

Allissa

OOC: Gott was ein anstrengender Abend *lach* Aber natürlich geht es voll in eine andere Richtung, als ich dachte. So solls ja auch sein.

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