Arruba: Flucht vor den Zwängen der Gesellschaft

Salome traf schon am Anleger der tropischen Insel auf eine Gleichgesinnte, als diese über ein ‘Bonzenschiff’ schimpfte und Salome ihr beipflichtete. Mit Lorinda, so hiess die Schwester, verstand Salome sich auf Anhieb. Aber Salome verstand sich mit jedem auf Anhieb. Lorinda schwang große Reden und war schon auf der ein oder anderen Demo gewesen, die Salome meist von Weitem nur betrachtet hatte und am Straßenrand Blumen für den Frieden verteilte. Sie gingen gemeinsam in die kleine Stadt, die nur so aus Mauern bestand und den ganzen Charme von Mutter Natur vergiftete mit ihren Zeitungsständen und gesellschaftlichen Zwängen.

Die beiden Frauen entschieden sich durch die Natur zu streifen und direkt hinter der Stadt war er…ein wundervoller tropischer Urwald. Salome hüpfte vergnügt zu den Pflanzen, roch an ihnen und schloss verträumt die Augen. Das hier war der Himmel, da war sie sich sicher. Dieser Friede, diese unendliche Vielfalt der Natur..

Als sie wieder die Augen öffnete sprach Lorinda gerade einen dunkelhäutigen Mann mit riesigem Afro an. Er stellte sich vor, aber alles was Salome sich ncoh merkte, sie sollten ihn Afrika nennen. Er hatte sich vor einer Weile hier nieder gelassen, hatte eine kleine Hanfplantage und war wirklich sehr freundlich.

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Als die drei sich so gechillt im Sand sitzend unterhielten, kam plötzlich ein grummig drein blickender alter Mann zu ihnen, mit lauter rauer Stimme schimpfte er darüber, dass jemand die Toilette verstopft hätte und das dies sicher die drei gewesen wären. Afrika erklärte ihm, er würde nicht auf weltliche Toiletten gehen, sondern der Natur seinen ‘Dünger’ zuführen.

Als Salome ihn freundlich beschwichtigen wollte, dachte dieser wütende Mann tatsächlich, sie würde ihm als Entschuldigung einen Blasen, aber weit gefehlt. Denn Salome, so erklärte sie glücklich lächelnd, bevorzugte das weibliche Geschlecht und bot ihm an mit ihr zu meditieren und seine Chakren zu öffnen um inneren Frieden zu finden.

Lorinda und Afrika versuchten ebenfalls ihn zu beruhigen und boten einen Joint an, aber er maulte nur, er würde sie bei der Polizei melden. Salome nannte ihn Freund und bot sogar an, einen Pullover für ihn zu stricken, aber er blaffte nur, sie solle ihn Herr Schmidt nennen. Lorinda gab ihm noch etwas Lampenöl, hochprozentig, dann verschwand er grummig, wie er gekommen war Richtung Stadt.

Während Afrika und Lorinda musizierten auf Trommel und Gitarre, hatte Salome immer wieder zu den Klängen getanzt, wobei es oft so wirkte, als tänze sie zu ihrer eigenen Melodie. Freudig teilte sie den Beiden mit, dass sie doch eine Kommune gründen, zusammen leben, lieben und meditieren könnten. Afrika war begeistert, bot sogar an, sein Hasch mit den Frauen zu teilen, denn was mein ist dein…

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Lorinda wollte aus ‘Das Kapital’ vorlesen und Salome fand das wundervoll, auch wenn sie selbst nicht gerne las und so ihren Verstand vergiftete, nur Afrika war strikt gegen das geschriebene Wort. Aber Salome konnte die Situation entschärfen als sie erzählte, sie würde leckeren Haschkuchen backen und auch Kekse. Obwohl dies ein typisches Rollenklischee war, war sogar Lorinda begeistert und fröhlich küssten die Frauen sich. Lorinda versprach sogar zu helfen einen Ofen aus Ton zu bauen für die Kuchen.

Als Salome müde wurde, umarmte sie erst Lorinda, dann Afrika und spazierte zum Strand. Dort legte sie sich an eine windgeschützte Ecke, beobachtete den Mond, wie er sich im Meer spiegelte und seufzte zufrieden. Freiheit, Frieden und Freunde. Hier hatte sie alles, was sie zum Leben brauchen würde.

OOC: Auch wenn Auryn gestern keine Zeit hatte, wir haben schon mal ein wenig das RP angetestet. Ganzbaf sagte gestern noch, das ist erst sein Behelfs-Char, was er sich noch ausdenkt werden wir dann ja nächste Woche sehen *g* Mir hat es viel Spaß gemacht, so relaxt spielen zu können. Tatsächlich dachte ich mir, das mit der Kulisse und den Geräuschen im Hintergrund gechilltes RP die ideale Vorraussetzungen hat. Nun müssen wir nur noch schauen wegen dem Lager für die Hippies.

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8 responses to “Arruba: Flucht vor den Zwängen der Gesellschaft

  1. Für mich war es ein interessantes RP und es war gutes RP, aber gechillt spielen konnte ich nicht, dementsprechend fehlte mir dann irgendwann leider der Spaß. Für mich persönlich wars zuviel Konflikt und zuviel Politik, der Faktor Love, Peace and Harmony fehlte mir da völlig. Nächste Woche werde ich es ggf. nochmal probieren, aber irgendwie werd ich nicht warm mit dem RP.
    ————————————————————————————
    Gelacht und Spaß hatte noch richtig nach dem RP. Auf der Sim saß in der kleinen Stadt ja noch eine Dame herum, die sprach mich dann in der IM an, warum ich als Neger, Krautgesicht als Tag auf dem Kopf habe, wurden die Deutschen doch im WWII als Krauts bezeichnet.
    Ich habe die Dame dann erstmal aufklären müssen, dass das nur einer von vielen Kraut Tags ist, der damit zusammen hängt, das die Gruppenerstellerin den SL-Namen Krautrauch hat und es nichts mit irgendwelchen WWI Bezeichnungen zu tun hat. Vielleicht wird mein Tag ja bald Krautsalat sein, wer weiß *lach* aber ist schon witzig auf was für Gedanken manche Leute so kommen.

    • Nie sofort aufgeben *g* Ich glaube, weil ich die ganze Zeit Velvets Stream aufm Ohr hatte, war ich da wohl lockerer. Aber ich hab die erste Std auch bissel gebraucht um zu sehen wohin mein Char will. So ne Haschbrownie backende spirituelle Hippiebraut find ich schon mal ganz gut. Lori geht eher den Demo-Hippie-weg, da muss man nun halt schaun, obs funzt und ob da noch mehr dazu kommen oder uns besuchen.

      Give Peace a Chance! – Nächste Woche zeig ich Euch ein paar Meditationsübungen….himmel, wo hab ich meine Klangschalen gelassen *hüpft über die Blumenwiese*

  2. Zur Not kann ich immer noch als Gunnery Sergeant Hartman da auftrumpfen und mal richtig einen ablassen *ggg*

  3. Der hier, ein wirklich sanfter Mensch, mit viel Verständnis und viel Liebe und steht total auf Frieden *gggg*

  4. hm, ich gebe zu, ich habe gestern nicht reingefunden. zum einen hatte ich einen hausmeister krause vor meinen geistigen auge und nicht die endzeitgestalt die ich war und zum anderen, wie ist man spießig?

    klar, weniger politik kann gerne sein. aber konflikte scheine ich irgendwie zu brauchen. irgendwie ist jede rolle von mir so ausgelegt, dass es unweigerlich zu konflikten kommt. das sollte mir zu denken geben.

    ich will versuchen einen mitläufer zu basteln, der cool sein will und darum sich wie ein hippie gibt, aber in herzen ein spießer ist. ich hoffe, ich bekomme den irgendwie hin. ansonsten bleibt noch die option, einen beamten vom ordnungsamt zu spielen.

    ich hoffe, dass es für alle ein groovy rp wird. 🙂

    hey afrika, cool down nächsten mittwoch beschaue ich deinen knackigen po, statt zu stänkern. ;P

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