Chicago: Das verbotene Telefonat

Ally hatte die Leichtgläubigkeit ihres Onkel ausgenutzt und war hinunter in die Lobby des Hotel Astoria in New York geschlichen, wo sie am Vorabend angekommen waren. Er hatte sie nur deswegen nicht eingesperrt im Zimmer, weil er dachte, sie hätte endlich klein bei gegeben und würde sich damit abfinden, den Kontakt zu Kendrone vollenst abzubrechen. Es hatte zuvor Streit gegeben. Onkel Tito hatte sie gesehen, als sie vom Postamt kam und wütend hatte Ally gestanden, an wen sie einen Brief gesandt hatte. Er war ausser sich gewesen und hatte ihr angedroht Nonna Maria Bescheid zu sagen. Dann würde Ally auf ewig in Corleone bleiben. Zum Glück hatte der Onkel trotz seines meist gemeinen Auftretens auch einen weichen Kern und als Ally begann zu weinen, war er sofort da gewesen, hatte sie umarmt und versucht ihr zu erklären, weshalb sie in Teufelsküche käme mit diesem Weiberheld Kendrone. Ally wusste, dass ihr Onkel manipulierbar war und wenn sie den Don nur ein wenig vorbereiten konnte auf den Besuch, dann würde er einfach mit seinem Charme alle Sorgen weg wischen, den ihre Familie hegte. Oh Ally, die Ärmste hatte keine Ahnung von den Familienbanden der Mafia.

Sie ging zur Rezeption und erst dort fiel ihr ein, das sie ja kein Geld hatte, also verhandelte sie mit der Dame und gab ihr schlussendlich ihre vergoldete Armbanduhr. Dafür konnte sie so viel telefonieren, wie sie möchte, sagte die Frau und wies ihr eine Kabine zu. Schnell liess sie sich mit dem Club verbinden und als sie Kendrones Stimme hörte, atmete sie erleichtert auf. Er hatte nicht sofort gewusst, wer dran war, sie hatte ihren Familiennamen benutzen müssen, aber nun plauderten die zwei Verliebten und Ally erzählte dem Don vom Vorhaben ihres Onkels, mit ihr zurück zu kehren und sich in Chicago evt. sogar geschäftlich nieder zu lassen. Ally wusste, es ging dabei nur um reine Überwachung ihrer selbst und sie hatte es satt. Aber Kendrone sah darin auch noch aufkeimenden Ärger mit Capone und seinen Leuten. Ally wusste zwar, dass ihr Onkel mit einigen Familien Kontakt pflegte und gerade bei einem Essen mit seinen Kumpanen war, aber die Zusammenhänge waren für sie einfach zu verworren. Nur das er bei Masseria gewesen war und diesen über di Valpecca ausgefragt hatte, das wusste sie. Kendrone und sie sprachen darüber, das der Onkel am Montag zu Kendrone in den Club kommen wollte um den Mann zu sehen, der den Namen Morello in den Schmutz zog.

Ally sah auf die Uhr in der Lobby und wollte sich gerade mit einigen Liebesschwüren bei ihrem Geliebten verabschieden, als die Verbindung abbrach und sie aufschaute. Vor ihr stand Tito, den Finger auf der Gabel und ehe sie denken konnte, scheuerte er ihr eine, die sich gewaschen hatte. Wütend zog er sie am Arm hinter sich her zu ihrem Zimmer. Dort angekommen schubbste er sie voran hinein und schimpfte auf italienisch, wie sie es wagen könne, die Familienehre immer wieder zu beschmutzen und das er sicher besseres zu tun hatte, als Babysitter für eine 28-jährige Göre zu spielen, die ihre Gefühle über die Ehre stellte. Genauso schnell, wie er wütend wurde, war er auch wieder ruhig und entschuldigte sich für die Ohrfeige. Nach einem längeren Gespräch gab er sogar zu, dass man ihm durch die Bank weg zwar gesagt hatte, das Kendrone leichtfertig handle, was seinen Bezirk anginge, aber die meisten von Onkel Titos Freunden waren recht angetan von dem Mann, der für Capone arbeitete. Dennoch war klar, dass bestimmte Dinge ein Ende haben mussten. Ally gab sich aber nicht so schnell geschlagen. Sie würde nicht aufhören ihn zu sehen, aber Eingeständnisse würde sie machen müssen. Wie den Job aufgeben, der ihr so sehr am Herzen lag…

 

OOC: Ich bin zurück daheim 😉 und werde Freitag beim OOC Meeting wieder dabei sein und dann Montag im RP. Ich freu mich schon tierisch auf Titos Ankunft und darauf gemeinsam mit den anderen das RP noch besser zu machen.

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