Chicago: Unschönes Wiedersehen

Ally stieg aus dem Flugzeug und ging geradewegs auf das schwarze Auto zu, dass direkt vorm Rollfeld stand. Sie atmete tief ein und öffnete die hintere Tür. Ihre Nonna sah sie mit missbilligendem Blick an, nur eins sagte sie zu ihr. “Morgen sind deine Haare wieder schwarz oder ich rasiere sie Dir ab.”

So hatte Ally sich den Besuch in Italien nicht im Geringsten vorgestellt. Ihre Nonna war alles andere als freundlich und da sie einen Fahrer hatte, ahnte Ally es läge am Geld, dass sie für ihre Enkelin verwaltete und nun, da Ally hier in Corleone auftauchte, könnte sie dieses ja evt. in Anspruch nehmen wollen.

Maria Lombardi Morello winkte ihre Enkelin ins Auto. Ihr Blick war kalt wie ihre Gefühle für diesen Bastard, den ihr verstorbener Sohn als Allein-Erbin eingesetzt hatte. Ally Nelson hatte sie sich genannt als sie, beeinflusst durch ihre dumme nichtsnutzige Mutter, in Amerika aufgewachsen war. Maria hatte dafür Sorge getragen, dass ihre Mutter nie wieder hatte Einfluss nehmen können auf Allys Leben.

Doch Ally wollte nicht nach Italien, sie liebte diese Drecksstadt Chicago und war erst jetzt, 15 Jahre später, endlich hier in Italien angekommen. Doch jetzt hatte Maria sie abgeschrieben und würde ihr das beim Essen deutlich machen.

Unruhig setzte Ally sich zu ihrer Nonna auf die Rückbank. Schweigend fuhren sie zu einem Restaurant und wurden dort in ein Hinterzimmer geführt und während ein Luxusessen serviert wurde sprach Maria.” Dein Vater hätte Dich verstoßen, hätte er erlebt wie wenig Ambitionen Du hast die Familie anzunehmen als dein Schicksal. Du willst meine Hilfe? Vermutlich Geld? Ich gebe Dir meine Hilfe. 1/3 deines Erbe und Du wirst Dich nie wieder blicken lassen. Willst Du mehr und Teil der Familie bleiben, wirst Du wohl oder übel das tun müssen, was ich will, denn mein Wort ist hier Gesetz”

Ally war geschockt über die harten Worte ihrer Nonna und als sie dann von der Situation in Chicago erzählte und tatsächlich um Hilfe bat, nickte ihre Nonna nur und bat sie eine Woche zu bleiben um alles über ihren Vater zu verstehen, die Wahrheit zu hören. So sollte es sein…

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