Chicago: Die Vertretung

Ally erkannte Felicia sofort, die da am Cafe Domielle stand und sich mit einem Mann unterhielt. Langsam humpelte sie zu ihr und begrüsste sie und den Fremden. Der Mann schien sehr reserviert und da Felicia dazu neigte, wildfremde einfach anzusprechen, tendierte Ally dazu, das dem auch hier so sein musste. Als Lori zu ihnen stieß machten sich die 3 Frauen auf den Weg in den Club und Ally setzte sich an einen Tisch nahe der Bühne.

Kurze Zeit später trafen Silvia und Angelo ein und Ally schien froh, dass Angelo da war. Scheinbar war Kendrone noch im Krankenhaus und sie kannte bis auf Duncan die anderen Männer von Kendrone kaum. Jedes vertraute Gesicht war ihr dementsprechend teuer. Angelo setzte sich zu ihr während Silvia begann Getränke zu servieren.

Der Mann aus dem Cafe war scheinbar auch in dem Club und Ally bemühte sich um freundliche Kommunikation. Dieser Stiesel aber war nur am motzen und meckern und als sich Ally ein wenig mit ihm anlegte, erfuhr sie mit Schrecken, dass er den Don vertreten sollte im Club und ein Bekannter von dessen Frau Fhina war. Die Situation besserte sich nicht wirklich, denn auf einmal stand genau diese Frau, Misses Kendrone, im Club und setzte sich zu Alessio di Valpecca, so hiess der Griesgram.

Ally rutschte in ihrem Stuhl immer tiefer und egal wie sehr Angelo versuchte, die Situation zu beschönigen, sie wusste, ein falsches Wort und ihr Wort wäre Geschichte. Über andere Konsequenzen wollte sie gar nicht erst nachdenken, schliesslich hatte Fhina genug Gründe um Ally loswerden zu wollen. Man war sie am rudern innerlich.

Währenddessen lieferte Felicia ihre erste Show ab und das auch noch in diesem riesigen Kristall-Champagner-Glas. Sie machte das wirklich gut und auch wenn die Leute klatschten und jubelten, irgendwie war sie nach der Show unzufrieden, was Ally gar nicht so recht verstand.

Ally selbst hatte ihr noch in der Umkleide gratuliert und war als Angelo gegangen war, zu Duncan nach hinten an den großen Tisch gegangen und unterhielt sich eine Weile mit ihm. Dieser schweigsame Mann war ihr oft genug ein Rätsel, aber sie vertraute ihm blind nach all dem was sie über ihn wusste. Ausserdem riet er ihr, sich etwas zurück zu halten in nächster Zeit, was sie sicher auch tun würde. Di Valpecca war ihr nicht ganz geheuer und ihren Job verlieren wollte sie gewiss nicht.

Aufatmen konnte Ally erst, nachdem Fhina und dann auch di Valpecca gegangen waren. Lori und Felicia setzten sich an den Tisch und als Ally erwähnte, dass sie nicht nach dem Geld gefragt hatte, gab Duncan ihr  ein paar Scheine. Sie wollte ablehnen, ihr Stolz hätte diese Schmach nie zugelassen, aber Duncan sagte nur, wenn sie ablehne wäre er beleidigt, was nun wirklich nicht in ihrem Sinne war und er versprach es sich vom Don zurück zu holen.

Als die Sprache darauf kam, dass Ally seit der Wilson Sache Albträume hatte, versuchte jeder auf seine Weise zu helfen. Felicia bestand darauf, dass Ally zu einem Arzt geht, nur war Ally sich sicher, sobald die feststellten, wie heftig die Albträume waren, würde man sie einweisen in die Klappse und sogar Duncan gab zu bedenken, das in schwerwiegenden Fällen eine Lobotomie Gang und Gäbe wäre. Sabbernd am Fenster sitzen war nicht gerade Allys Lebenstraum. Lorinda und Ally sprach über Geister Vertreibung, was wie Ally schon vermutete, nicht ganz so einfach war. Duncan und Lori begannen schon wieder zu streiten, er hielt ihren Voodoo für Humbug und sie fand seine Aussage, das es Zeit braucht ebenfalls unsinnig.

Das alles war ganz schön anstrengend und Ally beschloss heim zu gehen. Duncan bestand allerdings darauf sie nach Hause zu fahren und das Angebot nahm sie gerne an. Ihr Bein schmerzte mittlerweile sehr und auch der Whiskey täuschte darüber kaum hinweg. Vor ihrer Wohnung angekommen, bat sie Duncan noch, ob es in Ordnung wäre, wenn sie ihn anriefe nachts. Da er ihr selbst gesagt hatte, sie solle, wenn sie Albträume habe, nicht allein bleiben, war er einverstanden. Sie verabschiedeten sich, sie drückte ihn und ging hinauf.

Nach einem Bad, einem kleinen Snack und ein paar Seiten ihres Lieblingsbuches, versuchte sie einzuschlafen.  Als sie nach 5 Minuten Schlaf schon wieder schreiend aufschreckte, wartete sie nicht lange und rief Duncan an. Man um die Zeit war die Vermittlungsdame echt schlecht gelaunt. Er kam sofort rüber und stand ihr bei. Sie redeten noch eine Weile ehe Ally irgendwann einschlief…

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