Streik!?!

Ja, heute mal was aus dem RL, weil ich langsam dieses Wort nicht mehr hören kann.

STREIK

Mal ehrlich Leute, wieso jedes Jahr neue Verhandlungen? Wieso jedes Mal keine Einigung finden? Wieso jedes Mal Arbeitskampf und Streik?

Ich weiß, das Tarifverhandlungen wichtig sind, aber das Wort Streik hat meiner Meinung nach den Schrecken verloren. Die Menschen sind dermaßen überhäuft mit streikenden Flugbegleitern, Sicherheitsdiensten, Behörden, KiGas, Schulen…das Einzig sinnvolle, was mir einfällt ist da leider nur…”KOTZ”

Nein, ich weiß durchaus um die Sorgen der Arbeitnehmer, aber ich habe einfach das Gefühl, die Gewerkschaften machen das alles nicht mehr für den kleinen Mann, der einfach nur 2-4% mehr Lohn möchte, sondern rein um sich zu profilieren und die Firmenbosse an den Pranger zu stellen. Ich arbeite in nem kleinen Unternehmen. Wenn also Mitarbeiter der Krippe streiken würden, wo mein Sohn hin geht, muss ich mir frei nehmen, weil niemand sonst aufpassen könnte. Also werd ich hier egoistisch. Nein, noch war ich nicht davon betroffen und ich hoffe auch es bleibt so, aber sorry, kennt ihr das nicht auch? Ein Thema wird wieder und wieder aufgegriffen, die Firmen verlieren Unmengen an Geld und beide Seiten, Boss und Gewerkschaft, trampeln auf dem kleinen Bürger rum? Streik war mal die allerletzte Möglichkeit. Jetzt  wird sie volkswirtschaftlich gesehen überzogen oft angewendet.

Hat Euer VWL Lehrer Euch nie gesagt, dass Streik das denkbar schlechteste Mittel zum Zweck ist? Faire Verhandlungen und realistische Forderungen. Damit sollten beide Seiten kämpfen. Ein Armutszeugnis, das dies scheinbar unmöglich geworden ist…

Diese Ansicht mag Euch zu oberflächlich sein, aber genau das denkt eine berufstätige Mutter, wenn sie jeden Tag im Radio den gleichen schmu hört.

Ich brauche übrigens kein Fachchinesisch schreiben um den Text aufzuwerten, das Ergebnis bleibt das selbe.

Regelt es endlich ohne Streik und hört auf überall diesen Schwanzvergleich daraus zu machen!

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3 responses to “Streik!?!

  1. Ich finde Streiks gut! Es ist letzten Endes das einzig wirklich wirksame Mittel, das ein Arbeitnehmer hat, um seine Lohnforderungen durchzudrücken und übrigens sein gutes Recht. Persönlich gibt es mir zu wenige Streiks in Deutschland und wenn, dann meist mit viel zu niedrigen Lohnforderungen.

    Warum die kurze Dauer der Tarifverträge? Weil es hier ein Interessenskonflikt gibt, die Arbeitgeber wollen möglichst lange Verträge, also Frieden, während die Arbeitgeber eben sich aktuell auf die jeweiligen Vorkommnisse anpassen können wollen und das geht mit Verträgen > 2 Jahre (oder wie auch immer) meistens schlecht. Also trifft man sich da eben irgendwie in der Mitte.

    Übrigens Streiks in Schulen? In den meisten Bundesländern sind Lehrer nach wie vor Beamte, und Beamte haben das Streikrecht nicht. Übrigens ebenso wenig wie Polizisten, die auch allesamt Beamte sind. Welchen Sinn dann aber die Gewerkschaft der Polizei hat, muss jeder mit sich selber ausmachen.

    Sicher, Gewerkschaften müssen sich profilieren, denn nur dadurch bekommen sie Mitglieder. Aber eine mickrige Lohn“erhöhung“ im Bereich von 2-4% ist in unseren heutigen Zeiten keine Lohnerhöhung, sondern bestenfalls ein Inflationsausgleich. Das war’s dann schon mit der Herrlichkeit.

    Und viele Firmen jammern gerne, ja. Wenn ich dann aber mir in der Großindustrie ansehe, wie hoch die Gewinne sind und inzwischen niedrig deren Steuerquoten, naja, also bitte, da jammern dann genau auch die Richtigen.

    Streik richtet sich vor allem immer gegen den Arbeitgeber; du solltest froh sein, dass es das Streikrecht nach wie vor gibt und dich besser mal mit den Streikenden solidarisieren, als sie nur rundweg als „Bah!“ zu empfinden.

    Und simple Tatsache ist es auch, dass wenn es ein besseres Werkzeug zur Lohnfindung als den Streik gäbe, der Streik bereits obsolet wäre. Ist er aber bisher nicht, also gibt es das Werkzeug auch nicht wirklich…

    • Ich habe wohl mehr ein Problem mit Gewerkschaften, als dem Streik als Druckmittel. Natürlich übertreibens die Firmenchefs ebenfalls, aber ohne es zu analysieren, habe ich meinem Unmut kund getan.

      Streiks in Schulen gibt es sehr wohl. Junge Lehrer sind grossteils nicht mehr verbeamtet und die Verwaltungskräfte dürfen zb auch streiken. Leider ist dem so. Zum Glück waren in dem mir bekannten Fall dann 3 von an die 100 Lehrkräften, aber allein das finde ichbeim heutigen Bildungssystem eine Katastrophe.

      Ich bin nach wie vor der Meinung, gütliche Einigungen sollten drin sein, aber in meinem alten Unternehmen lief es wohl zu altmodisch ab mit 5% Lohnerhöhung jedes Jahr für 5 Jahre.

      Warum nicht noch ein Gesetz verabschieden, dass Konzerne zwingt 5% ihres Jahresgewinns auf die Mitarbeiter umzulegen, einen Grössteil zu reinvestieren und nur einen gewissen Satz an die Oberbosse zu zahlen? Dann wäre die Motivation der Mitarbeiter erhöht und alle hätten was davon ohne die Kosten, die ein Streik auslösen würde.

      Vielleicht naiv gedacht, aber ich finde nunmal nicht, dass gestreikt werden muss.

  2. Das Problem ist doch, dass man jedes Jahr bessere Finanzen vorlegen muß. Waren es 2011 10Mio. Gewinn müssen es 2012 11Mio. sein und 2013 am besten 12Mio.
    Kommt aber jetzt so ein blöder Arbeitnehmer daher und fordert 5%, könnte das einen Großbetrieb im Jahr vielleicht 1 Mio. kosten. dann hat man, plötzlich auf der Bilanz 2013 nur 11 Mio, oder vielleicht sogar nur 10 Mio. oh Grauß…….die Firma steht kurz vor dem Bankrott, sie hat ihre Gewinne nicht steigern können, der Arbeiter ist schuld und die Chefetage wird neu gestaltet, ein besserer Mann muß her.
    Das Produkt wird erstmal verteuert und Arbeitsplätze müssen gestrichen werden.

    Ich weiß nicht ob ich Streiks gut finden soll, denn in der Regel trifft es bei einem Streik erstmal den kleinen Bürger, am Flugplatz, Bus und Bahn oder sonst wo, die Große Konzerne spüren das doch kaum und wenn doch, scheiß der Hund drauf, streichen wir halt Arbeitsplätze, schließen Standorte, dann stimmen die Finanzen auch wieder.

    Wenn ich mit Bus oder Bahn, zB. zur Arbeit müßte (weil vielleicht 30 Kilometer weg, keine Mitfahrgelegenheit, auf dem Land ja üblich), die aber mal wieder streiken, was passiert? ICH komme zu spät zur Arbeit, mein Chef interessiert das doch nicht, du bist zu spät, dein Verlust Arbeiter, arbeite es nach oder ich ziehs dir vom Gehalt ab.

    Streiken ist zur Mode geworden, teilweise streiken die doch im regelmäßigen Jahrestakt und irgendwann rummst es auch mal gewaltig, nicht zwischen Streikenden und Firmen, sonder zwischen stinksauren Bürgern und den Streikenden, da bin ich mir ganz sicher.

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