Chicago: Der Verlassene

Was macht eine starke, emanzipierte Frau wie Madeleine, wenn Sie einer Stadt und einem Mann den Rücken kehrt? Sie hinterlässt nichts als einen großen Berg Müll und mindestens eine gescheiterte Existenz. So geschehen in New York. Doch ab und an war sie nicht gründlich genug und die Vergangenheit holte sie ein. Diesmal war es Viktor, Geschäftsmann für Import Export. Sie hatte ihm alles genommen, sein Geschäft und sein Haus und schlussendlich durch die Behörden sein Vermögen, von dem er nur einen kläglichen Rest hatte retten können. Er hatte Nachforschungen angestellt und sie in Chicago aufgespürt.

Herunter gekommen wie er aussah, machte er keinen guten Eindruck auf sie, als sie sich im Park trafen. Aber er hatte sie überzeugen können, ihn in den Cotton Club zu bringen und ihm eine warme Mahlzeit und einen Scotch zu spendieren. Dort angekommen versuchte Maddy immer wieder ihn mit ihrem Charme einzulullen, denn er wollte Geld für den entstandenen Schaden und zwar von ihr. 50.000 Dollar. Das war kein Pappenstiel. Er drohte ihr damit, ihren Boss direkt darauf anzusprechen und weil sie das nicht wollte bat sie ihm dann eine für ihn auf lange Sicht lukrativere Lösung an. Sie würde ihm einen gut bezahlten Job verschaffen und er würde sich ausserhalb von New York neu ansiedeln können.

Er fand die Idee garnicht so schlecht, aber als beide nach dem Essen tanzten und sie zu anzüglich wurde und versuchte ihn wieder in ihr Spinnennetz zu locken, gab er ihr eine Ohrfeige. Diese falsche Schlange war gefährlich, oh ja. Er lernte ihren Boss kennen, log ihm gekonnt ins Gesicht und dennoch konnte er einige Spitzen nicht lassen. Natürlich hatte ihr Boss bedenken. Maddy stand dort mit einem Penner in seinem Club. Aber dieser Penner hatte nen guten Anzug im Hotel und hatte auch sonst nicht ganz so wenig zur Seite geschafft, wie er Maddy glauben liess.

Bald schon würde er Fuß fassen in Chicago und ihr das Leben zur Hölle machen. Sie würde dafür büßen, was sie versucht hatte ihm anzutun und wenn er sich dafür die Hände schmutzig machen müsste…na und?

Aber vorerst musste er dem Boss von Maddy gute Miene vorspielen. Der Kerl war ihm egal, aber er schien Einfluss zu haben. Solche Männer waren immer wichtig. Er würde sich gerne durchleuchten lassen, man würde nur gutes finden und wenn nicht wäre einen Tag drauf jemand unglücklicherweise gestorben.

Maddy, oh Maddy. Du arme Irre hast mit dem Falschen gespielt…

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5 responses to “Chicago: Der Verlassene

  1. wie bedauerlich das man von maddy nciht soviel positives finden wird . naja sie hatte ihre eigenheiten. viktor ohjee chicago beginnt da wo new york für sie endete , ein desaster.

  2. Ein altes Mafia Sprichwort sagt: Einer der nichts mehr zu verlieren hat, kann nur noch gewinnen. Also lasse niemals lebende Verlierer zurück.

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